23.02.2022

Interessentenbeitrag in Niederösterreich ausgesetzt

In Summe ist die Entlastung rund 10 Millionen Euro schwer für Betriebe, die mit Tourismus in Verbindung stehen. Bundeslandweit betrifft das 20.000 Betriebe.

Bereits in den vergangenen beiden Krisenjahren wurde der Interessentenbeitrag ausgesetzt. In Summe wurden so die Betriebe mit rund 20 Millionen Euro entlastet. Und auch heuer setzt das Land Niederösterreich den Interessenbeitrag zum dritten Mal aus, wie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit den Landesräten Jochen Danninger und Ludwig Schleritzko nun bekanntgaben. „Wenngleich der blau-gelbe Wirtschaftsmotor bislang kräftig im Laufen ist und für heuer wieder ein Wachstum von 4,8 Prozent prognostiziert wird, haben Teile der Tourismuswirtschaft weiterhin durch die lang andauernde Krise zu kämpfen. In dieser allgemeinen Aufschwung-Phase wollen wir die Betriebe bestmöglich unterstützen“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Auch wenn der Beitrag für den einzelnen Betrieb in der Regel nicht recht hoch ist, wolle man mit der neuerlichen Aussetzung dieser Abgabe ein wichtiges Signal senden. 

Vor Beginn der Corona-Krise haben die Gemeinden jährlich den sogenannten Interessentenbeitrag von Betrieben eingehoben, die mit dem Tourismus in Niederösterreich in Verbindung stehen. Das sind neben klassischen Tourismusbetrieben wie Hotels und Wirtshäusern auch Fremdenführer, Konditoreien, Bäckereien oder auch Gärtner. In Summe wurde der Beitrag rund 20.000 Betrieben vorgeschrieben, die pro Jahr zwischen zehn und 2.300 Euro zu zahlen hatten. Die Höhe der Abgabe richtet sich nach der jeweiligen Branche und der Einstufung der Standortgemeinde. Für Betriebe in Tourismusgemeinden fallen höhere Abgaben an als für jene mit geringem touristischen Aufkommen.

95 Prozent der Einnahmen aus dem Interessentenbeitrag kamen den Gemeinden direkt zu Gute. Daher wird das Land den Gemeinden den Ausfall ersetzen. 

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Mediadaten