16.12.2021

ITB Berlin ist abgesagt

Omikron durchkreuzt den Optimismus der ITB-Veranstalter, nun musste auch die weltgrößte Reisemesse, die vom 9. bis 13. März 2022 stattfinden sollte, als Präsenzveranstaltung abgesagt werden, findet aber wie im Vorjahr digital statt.

Noch vor wenigen Wochen herrschte die Überzeugung vor, die ITB in Berlin durchführen zu können – mit den strengen vom Berliner Senat vorgeschriebenen Zugangsbeschränkungen. Angesichts der inzwischen hohen Inzidenzraten, der Bedrohung durch die neue Omikron-Variante und der immer strengeren Einreisebedingungen vieler Staaten haben sich die Macher nun doch zu einer Absage der Messe entschlossen. „Das Problem ist die fehlende Planungssicherheit für die Aussteller und Besucher“, sagt ITB-Chef David Ruetz gegenüber fvw|TravelTalk. "Niemand kann derzeit sagen, wie sich die Corona-Situation weiterentwickeln wird." Eine kurzfristige Absage wie im vergangenen Jahr soll vermieden werden. „Selbstverständlich haben wir auch eine Verschiebung der ITB Berlin in den Sommer in Betracht gezogen, aber in Abstimmung mit unseren Partnern den für die Reisebranche wichtigen Zeitpunkt Anfang März belassen, da die Sommermonate die operative Hauptphase für Reisen und Tourismus darstellt“, kommentiert Martin Ecknig, CEO Messe Berlin.

Gecancelt ist die Messe als Präsenzveranstaltung. Wie bereits im vergangenen Jahr wird der Kongress wieder in digitaler Form stattfinden. Die Veranstaltungen aller drei Tage werden vom 9. bis 11. März 2022 gestreamt werden. "Auch wenn eine persönliche Messe nicht möglich ist, so müssen wir die inhaltliche Diskussion über die Zukunft der Branche natürlich führen", sagt Ruetz. Im Mittelpunkt des Kongresses soll das Thema Resilienz stehen: Wie kann sich die Branche krisenfester machen? Wie bereitet man sich auf künftige Pandemien oder ähnlich gravierende Ereignisse besser vor?

Zusätzlich soll am 17. März 2022 ein sogenannter Business-Day stattfinden. Auch das Speed-Networking, das die ITB bereits vor Corona eingeführt hatte, wird nun ins Digitale verlegt. Virtuelle Messestände wird es im kommenden Jahr allerdings nicht geben. Geplant sind zudem mehrere "kleine ITBs", die im Laufe des kommenden Jahres dezentral stattfinden sollen. In Form einer Roadshow will die Messe dann verschiedene Städte in Europa besuchen. Genaue Termine und Orte stehen noch nicht fest.

Alle Aussteller für die große Messe im März erhielten ihre Anzahlungen komplett zurück, versicherte Ruetz. Auch bereits gebuchte Tickets würden zurückgezahlt.

www.itb.com/de/

(Red)

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