12.03.2021

JP Immobilien wandelt Nobelpalast in Triest in Luxushotel um

Ein österreichisches Konsortium um den Entwickler JP Immobilien im Besitz des Wiener Immobilienunternehmers Daniel Jelitzka und den Wohnbauspezialisten Winneg-Gruppe arbeitet an einem Plan für die Umgestaltung des im Oktober erworbenen Palasts Palazzo Compartimentale im Herzen Triests.

Der Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Palast stand im Besitz der italienischen Staatsbahnen und wurde für circa 10 Millionen Euro verkauft. Das österreichische Konsortium, das im Oktober die Ausschreibung der italienischen Bahnen für den Erwerb des Palasts gewonnen hatte, wird der Gemeinde Triest jetzt einen Bauplan vorlegen. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2022 beginnen und voraussichtlich zwei Jahre lang dauern.

Im "Palazzo Compartimentale" im Stadtviertel "Borgo Teresiano" soll ein 4-Sterne-Hotel mit circa 170 Zimmern und 90 Apartments entstehen, die an Private verkauft werden sollen. Außerdem sollen Lokale mit Terrassen, Restaurants, Fitnessstudios und Eisdielen untergebracht werden. Ein altes Kino, das sich auf 600 Quadratmeter erstreckt, soll zu einem Zentrum für Veranstaltungen werden. Geplant sind Investitionen in Höhe von über 40 Mio. Euro. Gespräche mit mehreren Interessenten würden geführt, um einen Betreiber für das Hotel im "Palazzo Compartimentale" zu finden.

Das im Jahr 1895 vom Architekten Giacomo Sagors errichtete Gebäude erstreckt sich auf fünf Stockwerke plus Dachgeschoß mit einer Bruttofläche von insgesamt 19.000 Quadratmetern. Es liegt nur 300 Meter vom Triester Hauptbahnhof und circa 30 Minuten vom Flughafen "Ronchi dei Legionari" entfernt. Unter dem Gebäude befinden sich Parkplätze. JP Immobilien hat in Hinblick auf die Realisierung des Projekts die Tochtergesellschaft PVV mit Sitz in Mestre gegründet. Mit dem Bauprojekt wurde der venezianische Architekt Luciano Parenti beauftragt.

Viel Potenzial in Triest

Am Plan beteiligen sich der österreichisch-ungarische Investor Ivan Holler und Michael Mitterdorfer, Ex-Vorstand der Amisola Immobilien. Holler sieht trotz der Wirtschaftskrise viel Wachstumspotenzial in Triest, einer Stadt mit Italiens größtem Hafen, der in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden soll. "Nach dem Ende der Pandemie wird der Tourismus wieder stark zunehmen, weil die Menschen reisen wollen. Triest ist eine besonders beliebte Stadt, vor allem bei Österreichern", sagte Holler im Gespräch mit der APA.

Holler sucht nach weiteren Immobilienprojekten in Italien, einem Land, in dem er viel Erfahrung hat. So weihte Holler mit MTK 2019 in Mestre einen Komplex aus vier Hotelstrukturen direkt am Bahnhof ein. Auf dem Gelände öffnete die österreichische Hostelkette Wombat ihr erstes Haus in Italien mit fast 600 Betten. Die Investoren Gruppe um Holler führt auch Gespräche über den Erwerb des traditionsreichen Palazzo Carciotti im Herzen Triests. Der Palast aus dem 18. Jahrhundert wird zurzeit von der Gemeinde Triest versteigert.

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