04.11.2019

Julius Meinl präsentiert Nachhaltigkeitsbericht

Premiere in der 157-jährigen Unternehmensgeschichte: Zahlreiche Maßnahmen wurden in den vergangenen Jahren gesetzt und nun erstmals auch umfassend dokumentiert. Der erste Bericht fokussiert auf den Unternehmensbereich Kaffee sowie auf Österreich und Italien, da in Wien und Vicenza die Röstereien des Familienunternehmens liegen.

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind bei Julius Meinl keine leeren Versprechungen. Bereits 1903 etablierte das Unternehmen eine eigene Ausbildungs-Akademie für Lehrlinge. 1907 führte Julius Meinl die Sonntagsruhe für seine Mitarbeiter ein, lange bevor das gesetzlich verordnet wurde. 1935 folgte die 40-Stunde-Woche bei ungekürztem Lohn. „Unser Anspruch, ein verantwortungsvoller Arbeitgeber zu sein, gilt bis heute“, betonten Renata Petovska (Geschäftsführerin Julius Meinl Österreich), Tanja Falter (Marketingleiterin) und Marianne Witt (Nachhaltigkeitskoordinatorin Julius Mein Industrieholding) unisono bei einer Pressekonferenz in Wien.

Vielfalt als Stärke

Meinl fördert zum Beispiel in der Ausbildung seine Mitarbeiter nach dem sogenannten 70:20:10-Ansatz. Das heißt, 10 Prozent klassische Ausbildung außerhalb des Arbeitsplatzes, 20 Prozent Informationen zu und Austausch von Best-Practice-Beispielen und 70 Prozent Training-on-the-Job sowie Projekteinsätze und Job-Rotation. Zudem wird ein möglichst familiäres Arbeitsumfeld geschaffen, das Potenziale fördern soll.

Auch die Beziehung zu Geschäftspartnern spielt eine wichtige Rolle. Fairer Handel zählte schon in den Zeiten der Monarchie zur Firmenpolitik. Heute bezieht Julius Meinl seinen Rohkaffee zum Großteil direkt aus den Ursprungsländern von Produzenten und Genossenschaften. 18 Prozent des Einkaufsvolumens sind UTZ, Rainforest Allianz oder Fairtrade zertifiziert – mit steigender Tendenz. Auch die Transportwege werden so kurz wie möglich gehalten, die Anlieferung des Rohkaffees erfolgt großteils per Schiff in die Häfen Norditaliens.

Die Röstung in Wien und Vicenza erfolgt unter Einsatz modernster und umweltfreundlicher Technologien, eine Reihe von klimaschonenden Maßnahmen wurde in der Produktion bereits erfolgreich implementiert. So werden bei der Röstung anfallende Samenhäutchen zu Pellets gepresst und von der Energie AG thermisch verwertet. An beiden Produktionsstandorten wird der Strom zu 100 Prozent aus klimaneutraler Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energiequellen bezogen.

Die Pläne bis 2025

In Zunkunft wird man die Bemühungen in diesem Bereich weiter forcieren. So werden Maßnahmen gesetzt, um den Wassereinsatz am Ursprung des Kaffeeanbaus zu reduzieren. Es soll ein „Code of Conduct“ entwickelt und mit den Lieferanten entsprechnde Vereinbarungen getroffen werden. Ebenso wird die direkte Unterstützung des „Columbian Heritage“-Projekts, das Jeannette Meinl ins Leben gerufen hat und das Ertrag und Qualität für Kleinbauern verbessern soll, weiter ausgebaut (im April 2020 wird die erste Ernte übrigens Teil der traditionsreichsten Blends aus dem Hause Julius Meinl sein: „Poesia“ und „UTZ Supreme“).

In der Wiener Rösterei ist ein Umwelt- und Energiemenagement-System nach Standard ISO 14001 in Planung. Diesen November erfolgt zudem die Einführung zweier neuer Inspresso-Sorten in biologisch abbaubaren Kapseln in Bio- und Fairtrade-Qualität (Stammgast.Online hat berichtet). Weltweit werden ab kommenden Jahr zudem sämtliche Coffee-to-go Becher komplett aus industriell kompostierbaren Materialien bestehen.

2020 wird eine Anpassung des Julius Meinl Code of Conduct an die zehn Prinzipien des UN Global Compact erfolgen, wo die Bereiche Arbeitsnormen, Menschenrechte, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung im Mittelpunkt der Bemühungen stehen.

Noch mehr Informationen und den Nachhaltigkeitsbericht zum Download finden Sie hier:
https://www.meinlcoffee.com/at/nachhaltigkeit/

 

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