01.06.2018

Juwelensuche in der Toskana

Durch beste Kontakte zu Peter Morandell, jahrzehntelanger Generalimporteur toskanischer Großweine, war den Vorarlberger Sommeliers Tür und Tor bei allen Kapazundern geöffnet.

 

Ziel waren hauptsächlich Antinori-Betriebe, ergänzt durch einen Abstecher bei Ornellaia der Weindynastie Frescobaldi und Ca´Marcanda von Angelo Gaja, das gleich als erstes Weingut dieser Reise zu den Höhepunkten zählte. In Castagneto Carducci, an der oberen Maremma gelegen, zählt diese Region zu den dynamischsten Weinregionen Italiens. Die Verkostung brachte dynamische, hochwertige Weiß- und Rotweine in die Gläser, die einmal mehr große Eindrücke vermittelten – Vistamare 17, Promis 16, Magari 16, Camarcanda 15 – alles Weine mit eigenständigen Charakter und unverwechselbarer Persönlichkeit.

Der bauliche Teil der modernen Kellerei ist eine Referenz an eine neue, integrierte Architektur, die ganz in der die Anlage umgebende Landschaft aufgeht. Der optische Gesamteindruck mit den dazugehörenden Grünanlagen sind beeindruckende, bleibende Erinnerungen.

Durch die wohl berühmteste Zypressen-Allee Italiens führte der Weg zu Sassicaia. Ein sehenswerter Bau, umgeben von gepflegten Parkanlagen mit zahlreichen Rosensträuchern für diesen einzigartigen Wein. Zwischen den beiden Barrique-Kellern wurden Weine wie Le Difese 16, Giudalberto 16 und Sassicaia 15 verkostet. Als ganz besondere Ehre empfanden die Vorarlberger die Anwesenheit von Hausherrn Marchese Insica Della Rocchetta.

Der nächste Höhepunkt war nur wenige Fahrminuten entfernt, in ebenso wunderbarer Lage – Tenuta Ornellaia. Dieses weltberühmte Weingut produziert Rotweine von höchster Qualität aus Bordeaux-Rebsorten, neben dem Le Serre Nuove, Le Volte, den so sehr begehrten Masseto aus 100 Prozent Merlot. Die riesige Anlage des Weingutes mit seinen verschiedenen gepflegten Parkanlagen muss man gesehen haben, um nur annähernd eine Vorstellung darüber zu bekommen.

Über Sand- und Waldstraßen durch gepflegte Weingärten erreicht man das nicht weniger bekannte Tenuta di Biserno. Mit herrlicher Aussicht auf die Region, Rebflächen und das nahe Meer, liegt Biserno inmitten einer bildhaft schönen Landschaft. Im Schloss-ähnlichen Betrieb mit Gästezimmern und gepflegten Räumlichkeiten wurden geschmacksintensive, hochfeine Weine verkostet – Sof 17, Insoglio del Cinghale 16, Il Pino 15, Biserno 13. Die Hauptrebsorten dabei sind Cabernet Franc, Petit Verdot und Cabernet Sauvignon – ein ganz besonderer Aspekt.

Wie alle Weingüter zuvor, zeigte sich auch Tenuta Tignanello als sehr gepflegte, attraktive Anlage, früher Santa Christina genannt. Hier wird neben dem Tignanello, Chianti Classico, Solaia und Padia a Passignano produziert.  Sehenswerte Räumlichkeiten und der gepflegte, berühmte Barriquekeller. Versetzte einen einmal mehr ins Staunen. Die verkosteten Weine benutzten ihre eigene Sprache: Marchese Antinori 15, Padia a Passignano 13 und Tignanello 15.

Als Jahrhundertbauwerk von besonderer Art in überdimensionaler Größe, an die heutige Zeit angepasst – so erlebt man dieses gigantische, fast utopische Weingut Antinori Chianti Classico. Von Marchese Piero Antinori persönlich begrüßt, sieht man sehr schwer vorstellbare Dimensionen von Größe, Weite, Sauberkeit und Professionalität. Unvergesslich dabei der einzigartige Barrique-Keller. Das Restaurant des Weingutes „Rinuccio 1180“ bietet köstliche Gerichte der Region zu den bekannten Weinen von Antinori.

Zwischen Bolgheri und Grosetto, in reizvoll-schöner Landschaft liegt Le Mortelle. Der modern attraktive Rundbau mit seinen zahlreichen Tanks und dem darunterliegenden, sehenswerten Barrique-Keller mit interessanten, natürlichen Boden-Profilen sorgte wieder einmal für nicht enden wollendes Staunen. Das Panoramafenster mit unbeschreiblichen Ausblick auf die nebenan liegenden Weinberge hatte etwas Faszinierendes an sich. Neben allen Höhepunkten dieser Weinreise fügte sich dieser nahtlos in die Reihe der bisher erlebten Superlative. Dem noch nicht genug, fand die Verkostung auf der schon kitschig-schönen mediterranen Terrasse in bildhafter Umgebung statt.

Vivia 17 aus Vermentino und Ansonica, Botrosecco 15 aus Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, Poggio alle Nane 15 aus Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Carmeniere bildeten den hochwertigen Abschluss in dieser unübertrefflichen Fattoria.

Der letzte Höhepunkt war schließlich für Guado al Tasso reserviert. Das gepflegte, stilvolle und bekannte Weingut ist umgeben von grandiosen Parkanlagen, wo ein Antipasti-Buffet vom Feinstem präsentiert wurde. Mit Scalabrone Rosato 17 zur Begrüßung wurde das anschließende Mittagessen in den geschichtsträchtigen Räumlichkeiten schon im Freien unter frühsommerlichen Himmel begonnen. Zu den Köstlichkeiten kamen wieder echte Genüsse in die Gläser – Vermentino 17, Il Bruciato 16 aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah, Cont Ugo 15 aus 100 Prozent Merlot, Guado al Tasso 15 aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc.

Ein hochkarätiges Programm, das von den Sommeliers mit Standing Ovations für den Organisator Peter Morandell quittiert wurde.

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