07.08.2019

Kärnten bekommt Slow Food Villages

Mit Slow Food Travel im Lesachtal, Gailtal, Gitschtal und am Weissensee wurde vor vier Jahren ein weltweit beispielhaftes Pilotprojekt geschaffen, das Slow Travel und Slow Food vereint und das Food-Movement auf die Reisebranche überträgt. Jetzt folgt der nächste Schritt.

Slow Food Kärnten mit Projektleiter Eckart Mandler hat bereits ein neues Projekt im Blick. Als erfahrener Naturtourismusexperte und Entwickler seiner Heimatgemeinde Irschen zum Natur- und Kräuterdorf hat Mandler in Zusammenarbeit mit Kärntner und internationalen Partnern das Projekt „Slow Food Villages“ besonders lieb gewonnen.

Es geht ihm dabei besonders um „Orte guten Lebens“ zu schaffen, die vor allem für ländliche Regionen und Gemeinden ein Zukunftsmodell gegen Abwanderung und Dörfersterben werden kann. Das Dorf als überschaubarer Lebensraum mit funktionierendem, sozialen Zusammenleben, entschleunigtem Zeitempfinden und Sinn für gute, saubere Lebensmittel soll auch in Zukunft seine wichtige Rolle im globalen Wettbewerb einnehmen können. Mit Unterstützung des Landes Kärnten, der Kärnten-Werbung und der internationalen Slow Food Bewegung sollten in Kärnten zunächst acht bis zehn Gemeinden am Entwicklungsprozess teilnehmen.

„Slow Food Kärnten bietet eine Plattform und ein Netzwerk für ein gutes Leben im Land und damit die Grundlage für einen erfolgreichen Tourismus in Zukunft“, so Mandler. Kärnten Werbung Geschäftsführer Christian Kresse ergänzt: „Der Weg Kärntens zu einem nachhaltigen Lebensraum ist keine Werbestrategie sondern eine Frage der Lebenseinstellung. Slow Food Kärnten ist kein Tourismus-, Gastronomie bzw. Agrarprojekt alleine. Die gesamtheitliche Komponente vom Gesundheitsbereich bis hin zu einer neuen Lebensphilosophie muss dabei berücksichtigt werden. Wir haben die einzigartige Chance, die Frage von einer nachhaltigen Versorgung mit regionalen Produkten ganzheitlich umzusetzen und den ländlichen Raum auch für die Zukunft zu stärken."

 

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