30.09.2019

Kärntner Plattform ist Sieger der Start-up Night

Der Online-Anbieter für Ferienwohnungen, Welcome Places, gewinnt die Start-up Night des Travel Industry Clubs in Wien, erst vor kurzem hatte sich die Falkensteiner Gruppe an dem Unternehmen beteiligt.

Der Kärntner Ferienwohnungsanbieter "Welcome Places" hat die Travel Industry Start-up Night 2019 in Wien für sich entschieden und wird damit am 4. Dezember zur Endausscheidung nach Hamburg fliegen. Die Betreiberin, Tourismusberaterin und Hotelierin Heide Pichler-Herritsch überzeugte das Publikum mit ihrem Konzept, hochwertige Ferienwohnungen in Urlaubsregionen für Kurzzeitaufenthalte zu servicieren und zu vermarkten.

Social Media, Software, Kameras
Platz 2 ging an den seit zwei Jahren erfolgreichen Wiener Busreisen-Vermittler Bus-Angebot.com, der schon in den nächsten Monaten auf den deutschen Markt expandieren will. CEO Christoph Berdenich beschreibt sein Projekt als "vollautomatisierte Buchungsplattform für Busreisen". Noch drei weitere Start-ups schafften es in die Endrunde, darunter die Social-Media-Mode-Plattform "FashionTouri" von Ronja Scherzinger, der Salzburger Entwickler von Multi-Kamera-Systemen für den Outdoor-Einsatz, play TRACKS (Armin W. Rainer) und der Linzer Software-Anbieter für Shuttle Services und Logistikkonzepte, Triply, mit Geschäftsführer Sebastian Tanzer.

Organisiert wurde die Wiener Start-up Night vom Travel Industry Club, dem Thinktank der heimischen Reiseindustrie, gemeinsam mit dem deutschen Verband Internet Reisevertrieb (VIR) und dem Salzburger Business-Angel-Netzwerk NextFloor im Wiener MODUL. VIR-Vorstand Michael Buller betonte bei der Begrüßung, der Kahlschlag des Thomas-Cook-Konzerns zeige einmal mehr deutlich, dass die Touristikindustrie jeden Tag in den Abgrund schaut und alle Beteiligten bei einem solchen Ereignis ein Problem haben. Umso wichtiger sei es da, junge Unternehmen mit neuen Ideen zu unterstützen und Innovationen voranzutreiben.

Institutionelle Förderlücke füllen
Thomas Bodmer vom Salzburger Tourismus-Netzwerk NextFloor lobte die hohe Qualität der Unternehmenspräsentationen. Die Start-up-Situation in Österreich sei generell nicht so schlecht. Während es in der Schweiz eine hochentwickelte Gründerszene rund um die ETH in Zürich gibt, aber wenig an der Basis, passiert in Österreich sehr viel mehr außerhalb der Universitäten - unterstützt durch eine ausgeprägte öffentliche Förderlandschaft. Was sich Bodmer jetzt noch wünscht, sind privatwirtschaftlich organisierte Gründerfonds, die mit öffentlichem Geld gespeist werden - insbesondere für Unternehmen in der Übergangsphase mit Kapitalbedarf zwischen 500.000 bis drei Mio. Euro. Diese institutionelle Lücke zu füllen wäre jetzt an der Zeit.

Susi-Sorglos-Paket für Ferienwohnungen
Start-up-Night-Gewinnerin Heide Pichler-Herritsch von "Welcome Places" begründete die Ausgangslage für ihr Projekt mit dem enormen Zuwachs von Zweitwohnsitzen bei gleichzeitigem Verlust an traditionellen Hotel- und Pensionsbetten in den ländlichen Urlaubsregionen Europas. Bei Premium-Ferienwohnungen zählten vor allem Sicherheit, Verlässlichkeit und Vertrauen. 25 Prozent der erzielten Erlöse werden dabei für das "Susi-Sorglos-Paket" - Betrieb, Servicierung und Vermarktung auf eigenen wie Drittplattformen - einbehalten. Das sei für Ferienwohnungsbesitzer also durchaus ein lohnendes Geschäft.

Keine Pioniere, aber mit besseren Teams ausgestattet
Zielgruppen des Projekts sind Eigentümer und Property Manager ebenso wie junge und junggebliebene Gästeschichten, die den Komfort eines Ferienappartments mit den Vorzügen eines professionellen Hotelservice verbinden wollen. Heide Pichler will das Angebot in den kommenden drei Jahren auf 3.500 Apartments puschen - konkret in den Märkten Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Kroatien und Montenegro - und dabei mit Partnern, Hubs und Franchise-Nehmern zusammenarbeiten. "Wir sind nicht die Ersten am Markt, aber das beste Team", sagte Pichler zu den Erfolgsaussichten. Mit der Falkensteinergruppe als Investor an Bord sollte die Rechnung aufgehen.
Die Welcome Places GmbH ist derzeit in Gründung und wird das bereits laufende Geschäft von seebnb.at mit rund 50 Einheiten integrieren. Das Kernteam besteht aus 5 Mitarbeiterinnen mit Heide Pichler-Herritsch als Geschäftsführerin.

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