27.01.2021

Kastner büßt CoV-bedingt 9 Prozent ein

Rekordumsätze auf der einen Seite, Umsatzeinbrüche auf der anderen – das vergangene Jahr hatte es auch für C+C-Händler Kastner in sich.

Die Kastner Gruppe erzielte sehr positive Ergebnisse in den Bereichen Nah&Frisch, BIOGAST und myProduct.at. Das Großhandelssegment (Nah&Frisch und Biogast) verzeichnete ein Umsatzplus von 12,05 % auf insgesamt 104,6 Millionen Euro. Auch der Einzelhandel (Eigenfilialen und myproduct.at) legte kräftig zu: In diesem Geschäftsfeld wurden 13,3 Millionen Euro erzielt, was einem Wachstum von 18,15 % entspricht.

Empfindliche Rückgänge im Gastrodienst

Reiseeinschränkungen, Tourismusrückgang und die vorübergehenden Schließungen von Gastronomiebetrieben aufgrund der Corona-Pandemie führten jedoch zu einem signifikanten Umsatzeinbruch im Bereich der Kastner Abholmärkte und im Gastrodienst. Dieser Bereich schloss mit einem Gesamtumsatz von 107,6 Millionen Euro ab, was einem Minus von 25,3 Prozent gleichkommt (144,04 Mill. Euro, 2019). Am stärksten war der Zustellbereich (Gastrodienst) mit einem Rückgang von 30,73 Prozent von 90,99 auf 63,03 Millionen Euro betroffen.

Als Teil der kritischen Infrastruktur übernahm Kastner Verantwortung nicht nur gegenüber Kunden und Mitarbeitern, sondern auch für die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung. Durch ein frühzeitiges und vorausschauendes Krisenmanagement bereits ab Anfang März und eine konsequente Maßnahmensetzung sowie eine durchgängige und transparente Kommunikation hat das Unternehmen das Jahr 2020 gut gemeistert.

Für die Gruppe ergibt das einen Gesamtumsatz von 225,51 Millionen Euro (2019: 248,65 Mill.) sowie ein Minus von 9,31 Prozent.

Viel vor für 2021

Das Krisenjahr 2020 hielt Unternehmer Christof Kastner nicht davon ab, 2020 viel zu investieren. Alleine am Standort Jennersdorf im Südburgenland wurden 2,6 Millionen Euro investiert. An der Homebase des Unternehmens in Zwettl im Waldviertel wurde ein angrenzendes Grundstück (1 Hektar) als Expansions-Reservoir gekauft. 2021 sollen mehrere Millionen Euro in die Modernisierung der Kastner Abholmärkte in Wien-Nord und Wien-Süd fließen.

Die hohe Affinität zum Thema „Digitalisierung“ spielte dem Waldviertler Familienunternehmen in die Hände. In Rekordzeit schnürte der führende Multifachgroßhändler sein eigenes Gastro Home Delivery Startpaket, welches aus einer digitalen Speisekarte von Ordito, einer kontaktlosen Bezahlmöglichkeit von stampaygo und einer breiten Auswahl an nachhaltigen Verpackungsmaterialen Sortiment besteht. Gastronomen wurden so auf schnellstem Wege dabei unterstützt, Liefer- und Abholservices anzubieten, um auch während des Lockdowns Umsätze zu lukrieren. Das zusätzlich neue Click2Collect Service ermöglicht es Kunden, Waren online über den Kastner WebShop 2.0 zu bestellen und in ihrem Abholmarkt abzuholen.

Viele Anwendungen wandern ins Netz

Mit dem Konzept „Himmlische Weine“ bietet die Weinabteilung von Kastner eine absolute Neuheit in der Branche: Auf Intention von Head Sommelier Ing. Josef Maria Schuster wurden 140 Weine, ausschließlich von Stiftsweingütern zusammengefasst. Die Himmlischen Weine aus Österreich, Italien, Frankreich, Ungarn und der Schweiz werden im eigens gestalteten Booklet und online im WebShop angeboten.
Mit einzigartigen Online-Weinverkostungen entführte der C+C-Spezialist seine Kunden auf Weingüter von Italien über Spanien, Griechenland, Kroatien und nicht zuletzt nach Österreich. Weinbegeisterte konnten die davor zugestellten Weine verkosten, Experten sowie live zugeschalteten Winzern lauschen und online mitdiskutieren. Ein ganzer Reigen von spannenden Weinverkostungen bei Winzern und in aufregenden Locations ist für 2021 geplant.

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