28.12.2018

Kein Silvester ohne Sekt

Silvester ist für viele Sekthersteller die wichtigste Zeit des Jahres. Die Produzenten machen 70 Prozent des Jahresumsatzes im 4. Quartal.

Zum Jahreswechsel werden in Österreich rund zwei Millionen Flaschen Sekt getrunken, das sind 15 Millionen Gläser, geht aus einer vom heimischen Hersteller Schlumberger in Auftrag gegebene Studie hervor. Nach Einführung der Schaumweinsteuer 2014 und verbundenen Umsatzrückgängen ist der Sektmarkt heuer wieder einigermaßen stabil. Bis zu zwei Drittel des Jahresumsatzes lukrieren Sekthersteller in den Monaten von Oktober bis Dezember.

„In der Herbst- und Winterzeit hat Sekt Hochsaison“, sagte Henkell-Geschäftsführer Philipp Gattermayer. Im letzten Quartal werde bei dem heimischen Sekthersteller beinahe 70 Prozent des Gesamtjahresumsatzes lukriert, erklärte er. Auch bei Schlumberger sei das vierte Quartal mit Abstand das Stärkste, so ein Schlumberger-Sprecher. „Was den Schaumwein betrifft machen wir in den letzten zwei bis drei Monaten die Hälfte des Jahresumsatzes.“ Sekthersteller Henkell ist mit dem fast vergangenen Jahr sehr zufrieden. Schaumweine aus der eigenen Sektkellerei würden sich gut verkaufen.

Trotz der zufriedenstellenden Entwicklung sei man bei Henkell aber mit steigenden Rohstoffpreisen und Logistikkosten konfrontiert. Dementsprechend seien für kommendes Jahr Preiserhöhungen in einigen Segmenten vorgesehen, so Gattermayer. Allerdings bedeute dies nicht, dass der Endkonsument die Preiserhöhung dann tatsächlich zu spüren bekommen werde. Auch bei Schlumberger blickt man positiv auf das fast vergangene Jahr, wenn auch noch etwas vorsichtig. Man werde heuer volumen- und absatzmäßig wachsen und an der 100 Millionen-Euro-Marke kratzen, so der Schlumberger-Sprecher.

Diese Entwicklung treffe allerdings nicht auf die gesamte Branche zu, betonte er. Seit der Einführung der Schaumweinsteuer 2014 sei der Markt um 25 Prozent eingebrochen und habe sich seitdem nicht mehr gefangen. Heuer sei der Markt erstmals wieder stabil, allerdings auf einem geringeren Niveau als in den Jahren vor der Steuer, so der Sprecher.

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