28.05.2020

Kiennast startet zwei neue Produktlinien

Der niederösterreichische C+C-Händler setzt bei „Genuss Rind“ komplett auf heimische Qualität und bietet mit „Cut & Serve“ Lösungen bei Fertiggerichten in Handmacherqualität.

Mit dem Launch von „Genuss Rind“ dürfte dem mittelständischen C+C-Händler mit Sitz in Gars am Kamp ein kleiner Coup gelungen sein. Kiennast ließ den Begriff „Genuss Rind“ schützen und vermarktet damit ab sofort 100 Prozent heimisches Rindfleisch, das nicht nur AMA-zertifiziert ist, sondern auch höchsten Qualitätsansprüchen standhält. In Zusammenarbeit mit dem Fleischverarbeiter Grandits aus Ruprechsthofen (Bezirk Melk) werden Jungstiere mit einem Mindestalter von 20 Monaten (und rund 400 kg) geschlachtet, die ausnahmslos aus der Region rund um den Schlachthof kommen. Der Radius ist nicht größer als 70 Kilometer und Kiennast bietet das Fleisch in den verschiedensten und gebräuchlichsten Edelteilen an. Vom Schulterscherzl bis zur Beiried, vom Filet bis zum Beinfleisch ist das Fleisch mindestens 14 Tage gereift, bei Edelteilen sogar 21 Tage. In einer ersten Prognose spricht man bei Kiennast von einem Absatz von etwa 20 Tieren pro Woche. Neben dem hochwertigen Rindfleisch arbeitet der C+C-Händler gerade daran, diese Philosophie auch auf Hühner- und Schweinefleisch auszuweiten. Wahrscheinlich 2021 kommt es zum Launch von Genuss Huhn und Genuss Schwein. Auch hier sucht der Anbieter die enge Kooperation mit heimischen Landwirten und Verarbeitern.

Cut & Serve als Lösung für die geplagte Gastronomie

Große Hoffnungen setzt Geschäftsführer Alexander Kiennast auch in die zweite neue Produktlinie. „Cut & Serve“ umschreibt eine Range von mehr als zwanzig Gerichten aus dem Fach „Heimische Hausmannskost“, die fix und fertig zubereitet, tiefgefroren und einzeln verpackt, angeboten werden. Kiennast zu HGV PRAXIS: „Jeder denkt da sofort an Convenience-Produkt, wir verwenden aber diesen Begriff explizit nicht, weil es sich vom Charakter sicher um ein Fertigprodukt handelt, aber mit viel Professionalität und Liebe in Handmacherqualität gekocht“, so Kiennast.

Auch hier suchte der Händler die Kooperation mit einem Profi. Diesen hat er Josef Pichler gefunden, der in der Wachau mit mehreren gastronomischen Betrieben und Hotels aus der Not eine Tugend gemacht hat. Weil es immer schwieriger wurde, gutes Personal zu finden, baute Pichler kurzerhand eine Produktionsküche und kocht seither dort für all seine Betriebe aus einer Küche. Nun wurde der Spieß quasi umgedreht und der C+C-Händler zum Kunden des Gastronomen gemacht. Die Vielfalt ist groß und reicht vom Wiener Suppentof über Krautfleckerln und Specklinsen hin zum Krenfleisch und Zwiebelrostbraten. Sogar eigene Desserts werden mit Cut & Serve geliefert. Das Handling ist denkbar einfach. Die im Beutel befindlichen Speisen für zehn Minuten in siedend heißes Wasser und fertig zum Anrichten.

Kiennnast verdeutlicht gegenüber HGV PRAXIS: „Wir sind uns über die Problematik von Fertiggerichten sehr bewusst und wollen auch nicht, dass unsere Gastronomiekunden mit dem Kochen aufhören. Aber es gibt gewisse Sachzwänge, wo genau Produkte aus der „Cut & Serve“-Range eine willkommene Abhilfe sein können. Das beginnt beim Personal und reicht bis zur unangemeldet eintreffenden Reisegruppe.“

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Mediadaten