17.02.2021

Klagenfurter Elisabethinen-Spital setzt auf heimische Lebensmittel

Die Transparenz-Initiative der Landwirtschaftskammer Österreich fällt auf fruchtbaren Boden. Immer mehr Betriebe der GV weisen die Herkunft ihrer eingesetzten Lebensmittel aus.

Im a. ö. Krankenhaus der Elisabethinen Klagenfurt ist man überzeugt von der Qualität heimischer Lebensmittel. Gemeinsam mit dem Küchendienstleister Markas und der Landwirtschaftskammer Kärnten geht das Ordenskrankenhaus mit gutem Beispiel voran und legt Wert auf eine regionale Versorgung in der Krankenhausküche – zum Wohl der Patienten, der Mitarbeiter und der heimischen Landwirtschaft. Dafür erhielt das Ordenskrankenhaus nun eine weitere Zertifizierung im Rahmen ihrer Nachhaltigkeits-Offensive.

Das Catering-Unternehmen „Markas“ betreut seit 2018 die Küche im Krankenhaus der Elisabethinen in Klagenfurt, von wo seit Februar 2020 auch der mobile Pflegedienst die Menüs für „Essen auf Rädern“ bezieht. Markas setzt dabei seit Kurzem auf die eindeutige Herkunftsbezeichnung der verwendeten Fleisch- und Eierzeugnisse. Im Rahmen der Initiative „Gut zu wissen“der Landwirtschaftskammer sollen die Patienten und Mitarbeiter, aber auch externe Gäste einen transparenten Überblick über die Herkunft der Zutaten bekommen.

Mehr Regionalität am Patiententeller

Positiv sieht die Kooperation Mag. Michael Steiner, MAS, der Geschäftsführer des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt und Gesamtleiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan. Steiner betont im Rahmen der offiziellen Präsentation der „Gut zu wissen“-Initiative am Elisabethinen-Krankenhaus: „Gerade bei Fleisch und Eiern fällt mir kein Grund ein, weshalb man nicht zu Produkten aus dem nächsten Umfeld greifen sollte.“

Kooperation mit regionalen Betrieben

Auf dem Menüplan des Elisabethinen-Krankenhauses wird die Herkunft der Lebensmittel ausgewiesen. So kommen zum Beispiel Fleisch, Gemüse, Gebäck, Nudeln aus dem nahen Umfeld des Elisabethinen-Krankenhauses. Heimisches Fleisch, Gemüse von der Firma Robitsch, die Erdäpfel von einem Landwirt aus Weißenstein im Drautal, Schwarzbrot aus Kärntner Korn von der Bäckerei Wienerroither aus Pörtschach und die Nudeln werden von den Gebrüdern Ellersdorfer aus St. Veit bezogen. „Das schmeckt den Patienten und hilft der regionalen Wirtschaft“, fasst GF Mag. Steiner, MAS zusammen.

Frisch, regional und saisonal

18 Küchenmitarbeiter sorgen sich um das kulinarische Wohlergehen der Patienten und Mitarbeiter im Haus. Durchschnittlich verlassen pro Jahr rund 110.000 Essen die Elisabethinen-Küche, etwa 20.000 davon sind für die Mitarbeiter. Die Verarbeitung von regionalen Lebensmitteln sorgt aber nicht nur für einen hohen gesundheitlichen und kulinarischen Mehrwert, sondern durch kurze Transportwege und nachhaltige Lebensmittelproduktion werden auch die Umwelt und der Klimaschutz unterstützt.

„Gut zu wissen“: Transparenz auf ganzer Linie

ÖR Ing. Johann Mößler, Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten, ergänzt: „Aus diesem Grund hat sich die Initiative ,Gut zu wissen‘ das Ziel gesetzt, die Herkunft von Fleisch und Eiern, die in der Gemeinschaftsverpflegung verarbeitet werden, zu kennzeichnen und damit den Konsumenten in den Kantinen transparent darzulegen, woher das Fleisch und die Eier stammen. Das Krankenhaus der Elisabethinen zeigt gemeinsam mit dem Dienstleister Markas vor, dass diese Kennzeichnung einfach und unbürokratisch möglich ist. Ich würde mir wünschen, dass auch die KABEG-Krankenhäuser in Kärnten dieser Vorbildfunktion gerecht werden würden. Dies wäre ein notwendiger Schritt im Sinne der Kärntner Regionalitäts-Charta“, unterstrich Mößler gegenüber HGV PRAXIS.

Gemeinsam an einem Strang zu ziehen und die Gesundheit wie auch die Umwelt gleichermaßen im Blick zu haben, freut auch Mag. Gerlinde Tröstl, Geschäftsführerin von Markas Österreich. „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, zu wissen, unter welchen Bedingungen unsere Nahrungsmittel hergestellt wurden und woher sie kommen. Wir freuen uns, nun einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Transparenz zu machen – aus Verantwortung den Menschen, aber auch unserem Planeten gegenüber.“

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