03.01.2019

Konflikt zwischen Land Burgenland und Esterhazy beigelegt

Aufbauend auf einer Grundsatzvereinbarung schlossen nun das Land Burgenland und die Esterhazy-Gruppe eine umfassende Vereinbarung, die eine finanzielle Ausgleichszahlung und eine enge Kooperation in Kulturfragen in den kommenden Jahren vorsieht. Damit werden alle noch offenen Verfahren eingestellt.

Mit der Einigung wurde auch der Streit um das Schloss Esterhazy beendet. Im Schadenersatzprozess zum Schloss in Eisenstadt hatte Esterhazy das Land Burgenland 2011 auf den Ersatz von Schäden im Wert von über 11 Mio. Euro geklagt. Inklusive Zinsen und Prozesskosten summierte sich der Streitwert bis 2018 auf bis zu 18 Mio. Euro.

Für die Bereinigung des anhängigen Zivilverfahrens rund um das Schloss verpflichtet sich das Land in der heute erzielten Vereinbarung zur Zahlung eines Betrags in Höhe von 6,875 Mio. Euro in mehreren Zahlungen bis 2021. Die „Orangerie“ im Schlosspark sowie der „Projektraum“ in den ehemaligen Stallungen werden an Esterhazy zurückgegeben. Im Gegenzug stehen die Räumlichkeiten des Schlosses Esterhazy dem Land Burgenland nun wieder für Repräsentationszwecke, kulturelle Zwecke und feierliche Anlässe zur Verfügung – etwa für die Feierlichkeiten rund um 100 Jahre Burgenland 2021.  

Oper im Steinbruch abgesichert

Zur Absicherung des Opernspielbetriebs im Steinbruch in St. Margareten trägt ein zweiter Vergleich bei, in dem ein anhängiger Rechtsstreit um nicht gewährte Förderungen für die Jahre 2015 und 2016 ebenfalls beigelegt wird. Land Burgenland, Esterhazy und der Betreiber Arenaria GmbH einigten sich nach intensiven Gesprächen auf eine einmalige Vergleichszahlung des Landes von 800.000 Euro und beendeten damit einen anhängigen Rechtsstreit mit einer Streitsumme von 1,2 Mio. Euro. Der Opernspielbetrieb in St. Margareten wird heuer mit der „Zauberflöte“ wieder aufgenommen.

Zusammenarbeit für Burgenlands Kultur

Aufbauend auf dem Vergleich wird es künftig auch zu einer Bündelung der Kräfte im Kulturbereich im Burgenland kommen. Die Kulturbetriebe des Landes Burgenland (insbesondere die Seefestspiele Mörbisch), die Oper im Steinbruch St. Margarethen und das Festival Herbstgold werden ihre Aktivitäten in den Bereichen der Spielpläne, des Marketings, Ticketings und der Beschaffung beginnend mit der Saison 2019 zu einem gemeinsamen Festivalsommer koordinieren und abstimmen.

Dr. Stefan Ottrubay, Generaldirektor der Esterhazy-Gruppe: „Nach einer zwölfjährigen Eiszeit können wir jetzt die begonnenen Kooperationen in den Bereichen des Kultur- und Naturtourismus, der regionalen Immobilienentwicklung, bei Biolebensmitteln, Gastronomie und Übernachtungen und anderes mehr kräftig weiterentwickeln."

 

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