15.12.2020

Konzernumbau bei der Verkehrsbüro Group

Vorstand Helmut Richter scheidet aus dem Unternehmen aus, die Verkehrsbüro Group wird künftig vom Vorstandsduo Martin Winkler als Vorstandsvorsitzender und Helga Freund geleitet. Neue Aufteilung in Konzernbereiche Hospitality und Travel.

Österreichs größter Tourismuskonzern stellt sich neu auf und verkleinert den Vorstand. „Wir danken Helmut Richter für seine jahrelange Tätigkeit im Konzern und als Vorstand ganz herzlich. Wir werden seine Expertise in den kommenden Monaten der Transformation auf jeden Fall intensiv nutzen“, so Vorstandsvorsitzender Martin Winkler. Richters Agenden werden auf Helga Freund (sie übernimmt zu ihrer Verantwortung der touristischen Bereiche nun auch jene für den Geschäftsbereich Business Touristik) und Winkler (er übernimmt nun zusätzlich die Bereiche Konzernrecht sowie Konzernservices) aufgeteilt.

Es wurde zudem beschlossen, Winklers Vertrag als Vorstandsvorsitzender bereits vorzeitig bis nun Ende 2025 zu verlängern als „Signal der Stabilität in der Unternehmensführung“.

Konzernschwerpunkte „Hospitality“ und „Travel“

Im Rahmen eines umfangreichen Strategieprozesses wurde gemeinsam mit dem Aufsichtsrat beschlossen, dass der Konzern hinter den Kulissen ab 2021 neu aufgestellt wird. Damit will man die vorhandenen Stärken fördern und gleichzeitig eine Digitalisierungsoffensive starten. 

Dazu werden im Konzern künftig die Expertisen in den beiden großen Bereiche „Hospitality“ (Hotellerie, Camping, Palais Events und Café Central) und „Travel“ (Leisure Touristik mit Ruefa und Eurotours sowie Business Touristik) gebündelt. Zusätzlich sollen im Bereich „New Business“ neue Geschäftsfelder erarbeitet werden. Die Marken des Konzerns – etwa die Austria Trend Hotels, BASSENA, Ruefa, Eurotours oder Café Central – bleiben nach außen hin weiter die Speerspitzen.

Die Auswirkungen der Krise

Mit diesem langfristig ausgelegten Umbau will sich der Leitbetrieb fit für einen Neustart des Tourismus machen. „Wir rechnen auch im kommenden Jahr nur mit einer ganz leichten Erholung – von den Niveaus 2018 und 2019 sind wir in allen Bereichen weit entfernt. 2021 werden wir als ‚Transformationsjahr‘ nutzen, um uns in allen Konzernbereichen fokussiert aufzustellen“, betont Winkler. Man glaubt an ein starkes Comeback des Tourismus, der aber anders aussehen werde als bisher, nämlich viel digitaler und an modernen Kundenbedürfnissen orientiert. Man setzt auf die besondere Wertschöpfung durch die Kombination von Menschen und digitalen Konzepten setzt.

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