12.11.2021

Kresse: "Kühlen Kopf bewahren und hoffen"

Nachdem Deutschland Österreich als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft hat, hadern auch Touristiker in Kärnten mit der Entscheidung. Kärnten Werbung-Chef Christian Kresse übt sich dennoch in Optimismus, die Stimmung für einen Winterurlaub sei immer noch gut.

Es wird diese Saison zwar weniger Buchungen, aber wohl mehr kurzfristige Urlaubsentscheidungen geben, ist man in Kärnten überzeugt. "Wir haben immer gewusst, dass es ein schwieriger Winter wird und auch, dass wir nicht in die Normalität gekommen wären. Aber das Ausmaß der hohen Infektionszahlen trifft uns alle unerwartet", erklärte Kresse. Dennoch sei ein solcher Trend in ganz Europa zu verzeichnen. "Jetzt gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und optimistisch auf die Maßnahmen zu bauen, die der Tourismus gesetzt hat", sagte Kresse.

Nun setze man auch "große Hoffnungen" darauf, dass die Maßnahmen der Bundesregierung greifen und die Impfquote deutlich nach oben sowie die Zahl der Infektionen rasch nach unten geht. Kresse hofft aber noch auf eine Lösung, wie im Tourismus mit Kindern unter zwölf Jahren umgegangen werden soll.

Die Einstufung als Hochrisikogebiet sei ein "herber Rückschlag für den heimischen Tourismus so kurz vor der Wintersaison", erklärte Kärntens Tourismusreferent Sebastian Schuschnig (ÖVP) in einer Aussendung. Und: "Der Tourismus darf nicht wieder die Zeche zahlen, weil sich ein Teil der Gesellschaft unsolidarisch an keine Maßnahmen halten will, sich nicht impfen lässt oder die Pandemie nicht ernst nimmt und so diese Reisewarnung regelrecht provoziert hat."

(APA/Red)

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