04.01.2021

Kritik an der "Freitesten"-Blockade

Die Oppositionsparteien sind gegen das Freitesten, die Regierung verlängerte daher den Lockdown um eine Woche bis inklusive 24. Jänner. Sehr zum Ärger von Gastronomievertretern und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger.

Die Betriebe sind über die Verlängerung des Corona-Lockdowns verärgert. "Die Gastronomie und Hotellerie als Spielball der Oppositionspolitik, das ist nicht in Ordnung", sagte WKÖ-Gastronomieobmann Mario Pulker. "Es geht um die Existenz von Zehntausenden Betrieben mit vielen Mitarbeitern." In den Betrieben seien bereits die Vorbereitungen zur Wiedereröffnung gelaufen. Der Gastrovertreter appellierte an die Bevölkerung, dennoch an Corona-Tests teilzunehmen. "Die Gastronomie und Hotellerie kann nur gesichert aufsperren, wenn sich so viele wie möglich testen lassen." Auch internationale Gäste würden nur nach Österreich kommen, wenn sich die Lage bei Corona-Neuinfektionen entspanne.

Auch auf der Personalseite spüren die Gastronomie und Hotellerie die Coronakrise. Weil hohe Trinkgelder und Überstundenzahlungen ein wichtiger Bestandteil der Bezahlung seien und derzeit fehlen, würden zahlreiche Beschäftigte der Branche den Rücken kehren, so der WKÖ-Gastronomieobmann.

"Es ist schade, dass die Opposition das 'Freitesten' blockiert", betont auch Elisabeth Köstinger in einer schriftlichen Stellungnahme. "Die Betriebe haben alle Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um am 18. Jänner wieder aufsperren zu können. Jetzt werden sie von der Opposition in einen eine Woche länger dauernden Lockdown gezwungen", sagte die Tourismusministerin. Die SPÖ sei beim "Freitesten"-Konzept "von Anfang an eingebunden" gewesen", auch Vorschläge seien berücksichtigt worden, dennoch blockiere die SPÖ den Vorschlag im Bundesrat.

(APA/Red)

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