23.09.2020

Küchenmeister nun auf akademischem Niveau

Der diplomierte Küchenmeister – die höchste Ausbildungsstufe bei heimischen Köchinnen und Köchen, an der zahlreiche Kandidaten regelmäßig scheitern – wurde nun dem akademischen Bachelor gleichgestellt.

Österreichs Kochkultur genießt weltweit einen hervorragenden Ruf. Das wäre undenkbar ohne eine Ausbildung auf höchstem Niveau. Die Ausbildung zum WIFI Diplom-Küchenmeister hat nun eine besondere Anerkennung erfahren: Als erste nicht-formale Qualifikation überhaupt wurde der Abschluss von den Gremien des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) auf Stufe 6 bestätigt. Damit ist dieser Abschluss gleichwertig mit dem Abschluss als Bachelor in der akademischen Welt.

Tourismus braucht top ausgebildete Mitarbeiter

„Der Tourismus braucht bestens ausgebildete Mitarbeiter, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Der Küchenmeister ist die erste Ausbildung, die im Tourismus ein Niveau auf NQR 6 darstellt“, freut sich der Bundesspartenobmann der Tourismus und Freizeitwirtschaft, Robert Seeber. Der Lehrgang richtet sich an Köchinnen und Köche, die mindestens sechs Jahre Berufspraxis, davon ein Jahr in leitender Position, aufweisen und bereits als Ausbilder qualifiziert sind. Das Ausbildungsprogramm umfasst 160 Lehreinheiten zu Fachtheorie und Unternehmensführung, 100 Lehreinheiten zur Fachpraxis und 270 Lehreinheiten begleitende Praxis zur schriftlichen Projektarbeit. Auch Ausbildungsexperte und Obmann der Fachgruppe Hotellerie, Gerold Royda, zeigt sich begeistert, denn „diese Ausbildung bringt endlich die Möglichkeit einer Weiterbildung auf sehr hohem Niveau, welche sowohl national als auch international anerkannt wird. Es ist der Beginn für weitere Maßnahmen, um die Berufe im Tourismus massiv aufzuwerten.“
 
International vergleichbare Qualifikationen

Neu seit Jänner 2020 ist, dass auch nicht-formale Bildungsabschlüsse zur Zuordnung im NQR eingereicht werden können. Das bedeutet, dass die Qualifikation auf dem Weg der beruflichen Praxis und Weiterbildung erworben wurde. Dies ist insbesondere für Arbeitnehmer und Unternehmen eine zentrale Unterstützung bei der Beurteilung und Dokumentation von Fertigkeiten und Skills. Erstmals werden damit schulische und berufliche Qualifikationen in ihrer Wertigkeit national und international vergleichbar.

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