21.04.2020

Küppersbusch verabschiedet sich von Profitechnik

Die Weißware soll bestehen bleiben, die Großküchentechnik mit Jahresende auslaufen. Somit dürfte ein weiterer traditionsreicher Name verschwinden.

Beschlossen hat dies laut Küppersbusch-Geschäftsführung die Schweizer Holding Heritage B als Gesellschafterin. Die Gesellschaft Küppersbusch Hausgeräte GmbH verbleibt weiterhin am Standort Gelsenkirchen, aber bei der Sparte Profitechnik gehen die Lichter wohl endgültig aus. Mit dem Betriebsrat werde zurzeit ein Sozialplan verhandelt, um für die 146 betroffenen Mitarbeiter eine Lösung zu finden, so Geschäftsführer Hannes Kolb und Interims-Geschäftsführer Udo Janetzki. Bestehende Aufträge sollen noch fristgerecht ausgeführt werden. Service und Ersatzteildienste seien über das Jahresende 2020 hinaus sichergestellt.

Die Zentrale des Schweizer Gesellschafters Heritage B in Zug, begründet den Beschluss der Holding mit der Sonderstellung der Großküchentechnik im Konzern, die nicht weitergeführt werden solle. Küppersbusch gehört zur spanischen Teka-Gruppe, die außerdem Tochtergesellschaften in 33 Ländern und produziert in elf Fabriken in Europa, Asien und Amerika Einbaugeräte und Küchenspülen und -armaturen betreibt.
Auf dem internationalen Parkett sei man zuletzt ein zu kleiner Player gewesen in Konkurrenz mit großen Weltkonzernen, so die Geschäftsführer Kolb und Janetzki. Dies habe sich letztlich in den Ergebnissen gezeigt. Notwendige Synergieeffekte zwischen Hausgeräte- und Profi-Segment hätten sich nicht eingestellt.

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