15.10.2020

Kulinario streckt Fühler in den Pinzgau aus

Die Catering-Tochter der Vinzenz-Gruppe strebt eine strategische Partnerschaft mit dem Tauernklinikum in Zell am See an.

Die Vinzenz-Gruppe ist eine Vereinigung von Ordensspitälern, die ihre Catering-Agenden in einer eigenen Tochter, der Kulinario, gebündelt hat. Von Wien über Linz bis Ried im Innkreis werden nicht nur Spitäler mit Essen versorgt, sondern auch Drittmärkte beliefert und eigene Gastro-Outlets betrieben. Nun lässt Kulinario mit einem neuen Plan aufhorchen. Man strebe eine strategische Partnerschaft mit dem Tauernklinikum in Zell am See an, heißt es. Im Pinzgau ist das Tauernklinikum ein eigener Träger (der nicht zur dominierenden SALK gehört), unter dessen Dach die Spitäler in der Bezirkshauptstadt Zell am See sowie in Mittersill im Oberpinzgau zusammengefasst sind.

Konkret auf die Pläne angesprochen, gibt sich Kulinario-Prokurist Gerald Pieslinger im HGV PRAXIS-Gespräch zugeknöpft: „Verhandlungen über eine Zusammenarbeit kann ich bestätigen, mehr aber nicht. Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt zu früh.“ Was beabsichtigt Kulinario mit dieser Partnerschaft? Es würde sich um die Verpflegung der beiden Krankenhäuser, mit täglich rund 500 Essensteilnehmern handeln. Was aber für ein derartiges Engagement zu wenig wäre. So müssten auch die Belieferung von Drittkunden sowie der Betrieb von Cafeterias mit ins Auge gefasst werden.

Von Wien bis ins Innviertel ist Kulinario übrigens ein Big-Player: Mit rund 300 Mitarbeitern werden täglich 8000 Essen produziert und ein Gesamtumsatz von fast 30 Millionen Euro erwirtschaftet. Erst kürzlich machte das Unternehmen durch eine Neueröffnung von sich reden: In der Linzer Herrenstraße wurde ein neuartiges Restaurant (Kulinario eat, enjoy, explore) mit starker Gesundheits- und Bio-Affinität, einem Take-away sowie einem Schmankerlmarkt eröffnet.

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