17.03.2020

Kurzarbeit: Update in Kraft!

Mit Stand Dienstag 14:00 verbucht die WKO neue Erleichterungen bei der Kurzarbeit. Sozialversicherungsbeiträge und Förderdauer beispielsweise wurden neu ausverhandelt. So übernimmt das AMS bereits ab dem 1. Monat die Arbeitgeberbeiträge. Hier alle Details.

Zusammengefasst konnten folgende Änderungen und Anpassungen bei der Kurzarbeit erreicht werden: 

  • Der Erstkontakt mit dem AMS kann per Mail oder telefonisch erfolgen
  • Die Sozialversicherungsbeiträge des DG werden ab dem ersten Monat vom AMS übernommen
  • Zeitguthaben und Alturlaube sind vorab abzubauen
  • Längere Zeiträume mit einer Wochenarbeitszeit von 0 Stunden können vereinbart werden
  • Nettoersatzraten zwischen 80-90% des bisherigen Nettoentgelts
  • Sozialpartnervereinbarung wird innerhalb von 48 Stunden ermöglicht
  • Förderdauer beträgt drei Monate, bei Bedarf Verlängerung auf weitere drei Monate möglich
  • Bei besonderen Verhältnissen ist der Entfall der Behaltefrist zu verhandeln

Die Sozialpartner haben ein vereinfachtes Modell vereinbart. Es gibt ein Muster für die Sozialpartnervereinbarung / Einzelvereinbarung und ein Muster für die Sozialpartnervereinbarung/Betriebsvereinbarung.

Alle neuen Details finden Sie im übersichtlichen Fact-Sheet der WKO dazu und auf der Website.

„Das ist ein enorm wichtiger Schritt für die Tourismusbetriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wird helfen, die Effekte am Arbeitsmarkt abzuschwächen. Denn oberstes Ziel ist es, unsere Mitarbeiter in den Betrieben zu halten“, reagiert Petra Nocker Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), auf die Neuerungen zur Corona-Kurzarbeit, die Arbeitsministerin Christine Aschbacher, nach der Einigung der Sozialpartner mit der Bundesregierung, heute präsentiert hat. Nocker-Schwarzenbacher: „Wir haben damit erreicht, dass das Kurzarbeitsmodell jetzt exakt an die Dienstleistungsbranche angepasst wurde. Damit können wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wirtschaftliche Sicherheit bieten, auch wenn die Tätigkeiten im Betrieb vorerst auf ein Minimum – zeitweise auch auf Null - reduziert wird. Ich hoffe, dass viele diesen ‚Schutzschirm‘ für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nützen.“
Die Mehrkosten trägt das AMS (bis zur Höchstbeitragsgrundlage), nicht das Unternehmen.

Dazu immer aktuell auf Stammgast.Online. 

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