17.12.2018

LSG: Lufthansa pokert mit Do&Co

Die AUA-Mutter Lufthansa ist über die Zukunft ihrer Catering-Tochter LSG Group nach Informationen von Insidern mit den Konkurrenten Do&Co aus Österreich, SATS aus Singapur und der Schweizer Gategroup im Gespräch.

Die Lufthansa lote Möglichkeiten eines Verkaufs oder eines Zusammengehens aus, wie mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Laut Bloomberg hat auch der Finanzinvestor Advent vorläufige Marketingmaterialien von der Lufthansa erhalten. Die von der Investmentbank Morgan Stanley organisierten Verhandlungen seien aber in einem frühen Stadium und könnten sich auch noch zerschlagen, hieß es.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte der „Börsen-Zeitung“ Mitte November gesagt, es sei noch offen, ob der DAX-Konzern die LSG verkaufe oder nicht. Er sprach sich zugleich gegen einen Verkauf an einen Finanzinvestor aus. Ein Sprecher der Lufthansa erklärte nun, darüber hinaus sei zu dem Thema nichts zu sagen. SATS und Gategroup-Eigner HNA wollten sich dazu nicht äußern.

Do&Co war für die APA nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die Lufthansa-Sparte könnte informierten Kreisen zufolge mit rund einer Milliarde Euro bewertet werden. LSG beliefert weltweit Fluggesellschaften, Bahnbetreiber und Einzelhändler mit vorgefertigten Mahlzeiten. Das Geschäftsfeld hat 32.500 Beschäftigte in 51 Ländern. Von Jänner bis September erzielte die Sparte mit 2,4 Milliarden Euro Umsatz eine operative Rendite von 4,1 Prozent, eineinhalb Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum.

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