09.11.2021

Luftfahrt Symposium: Keine Einschränkung der Reisefreiheit notwendig 

Beim Luftfahrt Symposium des Luftfahrtverbands (ÖLFV) am Flughafen Wien diskutierten Topmanager und Expert der Luftfahrtbranche die verschiedensten Aspekte der Reisefreiheit sowie intelligente Lösungen um das Bedürfnis nach Mobilität und nach Klimaschutz in Einklang zu bringen.

Das 19. Luftfahrt Symposium stand unter dem Motto „Neue Zeiten für die Luftfahrt: Reisefreiheit oder Rückkehr zur Planwirtschaft?“. Staatssekretär Magnus Brunner brachte es in seinem Opening vor 120 Symposiumsteilnehmern auf den Punkt: „Das Problem ist nicht das Flugzeug sondern der CO2-Ausstoß und der kann durch Technologie verringert werden“, und wünscht sich einen positiven und sachlichen Zugang zur Luftfahrt.  

„Die jetzige Debatte erinnert erschreckend an die 70er und 80er Jahre – die Zeit vor der Liberalisierung der Luftfahrt – als das Fliegen zum großen Teil in staatlicher Hand, der Markt gesteuert und somit das Fliegen großteils nur für die Wohlhabenden leistbar war“, gab Peter Malanik, Präsident des Österreichischen Luftfahrtverbandes in seinem Eröffnungsstatement zu Bedenken. „Und mittlerweile ist es wieder salonfähig geworden, die freie Wahl des Verkehrsmittels und die Notwendigkeit von Reisen in Frage zu stellen“. 

Bei den hochkarätig besetzten Präsentationen und Paneldiskussionen waren sich alle Experten einig, dass die Anbindung Österreichs an ein starkes Luftfahrtnetz für die Versorgungssicherheit und den Erfolg als Wirtschaftsstandort unverzichtbar sei. Nur gesamtheitliche Lösungen mit einer engen Verschränkung der einzelnen Verkehrsträger, vor allem aber politische wie ökonomische Rahmenbedingungen zur Produktion alternativer Treibstoffe, können den Gleichklang von Reisefreiheit und klimafreundlicher Mobilität garantieren. Und das in einem weitaus kürzeren Zeitrahmen als es der Ausbau der Fernbahnstrecken mit einem gleichzeitigen Verbot für Kurzstreckenflüge könnte. 

Österreicher fliegen gerne

Das entspricht wohl auch dem Wunsch der breiten Bevölkerung: im Rahmen des Symposiums wurden die Ergebnisse einer vom Luftfahrtverband in Auftrag gegebenen Umfrage über „Die Einstellung der Österreicher zur Luftfahrt“ präsentiert. „77 Prozent der Österreicher haben eine positive Einstellung zum Fliegen – das ist ein bemerkenswertes Ergebnis“, so Studienleiterin Roswitha Hasslinger. Besonders für die jüngere Generation unter den Befragten ist fliegen wichtig: knapp 60 Prozent der Gruppe bis 29 Jahre haben die Einschränkungen im Flugverkehr während der Corona-Zeit bedauert. Mit 84 Prozent befürwortet eine überwiegende Mehrheit der österreichischen Bevölkerung die Förderung klimafreundlicher Technologien, wie synthetisches Kerosin. 

„Die Luftfahrt sieht einen optimistischen Weg in die Zukunft, der in der Technologie liegt. Das wünscht sich auch die Bevölkerung und erwartet sich zu Recht die entsprechende Initiative der Verantwortlichen“, beendet Peter Malanik das Luftfahrt Symposium. 

(Red)

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