31.05.2022

Maecenas für Stift Admont

Aufgrund eines umfassenden Digitalprojekts wurde das steirische Benediktinerstift mit dem großen Kulturpreis ausgezeichnet.

Kultursponsoring erfährt in Krisenzeiten eine besondere Bedeutung. Eine Entwicklung, die der Maecenas-Preis einmal mehr zum Ausdruck bringt. Der Preis wurde bereits zum 32. Mal durch das unabhängige Wirtschaftskomitee „Initiativen Wirtschaft für Kunst“ in Kooperation mit dem ORF für die Förderung jener Kunstprojekte verliehen, die ohne diese Unterstützung nicht hätten verwirklicht werden können. In der Kategorie „Best Practice – in wirtschaftlich und kulturell herausfordernden Zeiten“ wurden das Benediktinerstift Admont und die LightCyde GmbH für die Kulturplattform discover-culture.com mit dem Maecenas-Preis ausgezeichnet. „Wir sind stolz, einen weiteren innovativen Meilenstein im Kulturbereich geschaffen zu haben, denn die Glaubens-, Kultur- und Wissensvermittlung sind ein zentrales Anliegen unseres Hauses“, sagt Mag. Gerhard Hafner OSB, Abt des Benediktinerstiftes Admont.

Weltweit vernetzte Kultureinrichtungen

Entwickelt wurde die digitale Plattform zur weltweiten Vernetzung unterschiedlicher Kultureinrichtungen gemeinsam mit LightCyde, einer Agentur für Digitalisierung und Online-Marketing mit Sitz in Schladming. Erst vor wenigen Monaten ist die Plattform online gegangen und verzeichnet schon jetzt prominente Mitglieder. Darunter: Der gesamte KHM Museumsverband, zu dem Kulturgrößen wie das Kunsthistorische Museum Wien, die Schatzkammer in der Hofburg und die Kaiserliche Wagenburg zählen, das Bank Austria Kunstforum Wien, das Stift Admont, Stift Wilten, Stift Rein, die Salzburger Villa Trapp (Heimat der Sound-of-music-Familie), das Schloss Tratzberg und zum Beispiel auch die Burg Hochosterwitz. Mit der Visualisierung von Schloss Bückeburg konnte discover-culture erstmals auch außerhalb von Österreich Fuß fassen.

Kulturerbe digital zugänglich machen

Die Grundidee ist genauso simpel wie genial: Das Angebot einzelner Kulturinstitutionen wird zu einem gemeinsamen digitalen Gesamtpaket vereint. „Mit Discover Culture ist eine weltweite Kultur- und Kunstvermittlung möglich, weswegen wir schon in Kürze mit der internationalen Vermarktung der Kulturplattform beginnen werden,“ sagt der Projektentwickler und Leiter für Kultur, Tourismus und PR Stift Admont, Mario Brandmüller. Der Weg dorthin ist bereits geebnet: Schon jetzt besitzt die Plattform internationale Bildrechte.

Erklärtes Ziel: „Diese Plattform soll zum Facebook für Kulturbetriebe werden“, sagt Thomas Fischbacher, Projektentwickler und CEO von LightCyde. Schon nach wenigen Monaten „sind unsere Seitenaufrufe förmlich explodiert“, so Fischbacher. Kein Wunder, schließlich bündelt Discover Culture (www.discover-culture.com) das digitalisierte Angebot namhafter Kulturinstitutionen und bietet somit einen außergewöhnlichen Werbewert.
(red)

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