10.11.2020

Manche in diesem Land sind gleicher 

Aufregung nach 70 falschen Corona-Tests: Die Hoteliervereinigung kritisiert, dass sich Politiker und Fußball-Stars freitesten lassen können und Durchschnittsösterreicher nicht. 

Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bei falschen Corona-Tests will wohl niemand. „Dass Hotelmitarbeiter nach falsch-positiven Corona-Tests in Quarantäne und Gäste nach Hause geschickt wurden, hat zu berechtigtem Unmut geführt“, erinnert ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer an Behördenentscheide der vergangenen Monate, die nicht korrigiert wurden und die eine ohnehin schon schwierige Situation in den Betrieben noch verschärft haben. 

Dass nun der Salzburger Bürgermeister nach einem falsch positiven Test die Amtsgeschäfte weiterführen kann, begrüßt Gratzer ausdrücklich und wünscht auch den Fußballern von Red Bull Salzburg, dass sie ihren Verpflichtungen, ihrem Beruf und ihrer Leidenschaft nachkommen können, nachdem sie negativ auf Corona getestet wurden. „Aber in einem Rechtsstaat muss gleiches Recht für alle gelten!“

Rechtssicherheit für alle gleich

„Ein kerngesunder Koch oder Kellner steckt genauso viele Menschen an wie ein Bürgermeister oder Fußballer, bei denen ein Test falsche Ergebnisse angezeigt hat: keinen einzigen“, fordert Gratzer eine Klarstellung, dass zukünftig für alle die Quarantäne aufgehoben wird, wenn sich der Corona-Verdacht nicht bestätigt: „Alles andere untergräbt das Vertrauen in die Corona-Tests und in die Politik“, fordert Gratzer die sofortige Korrektur von Behördenentscheiden auf Basis nachweislich falscher Testergebnisse in allen Fällen statt nur in ausgesuchten. 

 

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