25.03.2020

Maredo meldet vorsorglich Insolvenz an

Nach Vapiano trifft die Krise jetzt eine zweite bekannte Kette der Systemgastronomie: Maredo.

Wesentliche Unternehmen der Gruppe haben Ende vergangener Woche vorsorglich Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Ob Staatshilfen fließen, wird derzeit geprüft. Auslöser waren laut Geschäftsleitung die massiven Auswirkungen der Corona-Krise, die zuerst zu einem gravierenden Umsatzeinbruch und dann zur Schließung aller Restaurants geführt haben. Damit kann das Unternehmen aktuell keine Einnahmen mehr erzielen, gleichzeitig müssen Mieten und Gehälter weiterbezahlt werden.

Die Steakhauskette hat 35 Restaurants in Deutschland sowie je einem Restaurant in Salzburg und Wien. Ende Februar 2017 übernahm Perusa-Fonds die Maredo-Gruppe. WICHTIG: Die Maredo Handels GmbH und die Maredo Frische GmbH, Gemeinschaftsunternehmen mit dem Lebensmittelhandel für eigene Produktlinien sowie – wie bei Maredo üblicher Standard – zertifiziertes Fleisch, sind von den Verfahren nicht betroffen.

Aktuell trifft es 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland und 54 in Salzburg und Wien. Zuletzt erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro. Zur Wahrung von Sanierungschancen wurde die besondere Form der Eigenverwaltung beantragt, die bisherige Geschäftsführung bleibt damit voll handlungsfähig.

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Mediadaten