11.11.2020

Max Stiegl ist Koch des Jahres von Gault&Millau

Max Stiegl ist längst eine burgenländische Institution: Er ist ein herausragender Koch und hervorragender Manager seines Gut Purbach. Der Gastroführer Gault&Millau verlieh ihm nicht nur die Auszeichnung als Koch des Jahres, sondern krönt ihn auch mit vier Hauben.

Eine erfolgreicher Koch muss heutzutage nicht nur außergewöhnliches auf die Teller zaubern, er muss im Büro, beim Steuerberater, im Einkauf, in der Menschenführung und vor den Gästen bestehen. In diesen herausfordernden Zeiten lief Max Stiegl einmal mehr zur Höchstform auf und nutzte in der Krise Chancen für neue Aufgaben und Angebote.

Seine Küche zeigt sich nicht zu gewollt kreativ, aber ist durchaus experimentierfreudig. Da dürfen sich seine Gäste auf Klassiker in Perfektion ebenso freuen wie auf überraschende Kreationen, die oft aus Zutaten seiner burgenländischen Heimat zusammengefügt sind. Vieles wird Nose to tail verkocht. Tatar vom Pferd, Lammnieren, Serbische Kutteln, Huhn in der Blase, Ziegenzunge auf Polenta, Truthahnhoden mit Oktopus oder ein Kalbsbeuschel gibt es ebenso wie ein Wiener Schnitzel und Grammelknödel. Eine Reportage über Max Stiegl und das Gut Purbach können Sie übrigens in der Oktoberausgabe von Hotel & Touristik (als E-Paper HIER zum Nachlesen).

„Ich freue mich sehr“

Über den begehrten Titel „Koch des Jahres“ sagt Max Stiegl: „Das vergangene Jahr hat uns gezeigt, wie sich eine Welt anfühlt, in der plötzlich alle Lokale geschlossen haben. Das hat uns vor Augen geführt, welch wichtigen Stellenwert die Gastronomie in unserer Gesellschaft hat und wie privilegiert wir Köche sind, von Beruf Menschen zusammenbringen zu dürfen. Nach einem solchen Jahr als "Koch des Jahres" geehrt zu werden, ist ganz besonders schön. Ich freue mich wahnsinnig über die Auszeichnung Koch des Jahres, die Romy der Kulinarik.“

Außerdem ist es heuer genau ein Vierteljahrhundert her, dass der für Stiegl größte burgenländische Koch aller Zeiten, Walter Eselböck, diese Auszeichnung bekommen hat. „Es ist toll, nun in seine großen Fußstapfen zu treten.“ Stiegl dankte auch seinem Team und seiner Frau, die es ihm erst ermöglichte, überhaupt Koch zu sein und trotzdem drei Kinder zu haben. Einen Wunsch hat der Spitzenkoch noch: Er hofft, nächstes Jahr wieder deutlich mehr in der Küche stehen zu dürfen als 2020.

Feier in kleinem Rahmen

Aufgrund der anhaltenden Corona-Situation musste die geplante "Koch des Jahres"-Feier am Gut Purbach leider abgesagt werden. Max Stiegl wurde dennoch mit einer Magnumflasche Laurent-Perrier und einem vollelektrischen DS 3 Crossback E-Tense überrascht, um dieser besonderen Auszeichnung noch dieses Jahr eine Bühne zu bieten. Das Fahrzeug wird ihm für ein Jahr zur Verfügung gestellt. Im Video-Interview fand der burgenländische Landeshauptmann und Laudator Hans Peter Doskozil nur lobende Worte für den Ausgezeichneten.

Karl Hohenlohe, Herausgeber des Guide Gault&Millau, über das Ausnahmetalent aus dem Burgenland: „Max Stiegl ist ein Querdenker, will nicht gefällig sein und es allen Recht machen, ist scheinbar stets bereit, ein Risiko einzugehen und, ebenso von Vorteil, er beweist Humor. Und – das ist für uns vom Gault&Millau von ganz besonderer Bedeutung – Max Stiegl ist ein herausragender Koch.“ Auch Martina Hohenlohe, Chefredakteurin des Guide Gault&Millau, ist mit der diesjährigen Wahl des „Koch des Jahres“ höchst zufrieden: „Seine schnörkellosen, nunmehr Vier-Hauben-gekrönten, Gerichte spiegeln seine geradlinige Persönlichkeit. Wir gratulieren Max Stiegl, diesem kochgewordenen Gesamtkunstwerk und seiner Brigade zum Titel „Koch des Jahres“.“

Das ist Max Stiegl

Željko Rašković wurde 1980 in Koper (Slowenien) geboren. Als er sechs Jahre alt war, zog er mit seiner Familie nach Salzburg, wo er später im Gasthof Abfalter seine Ausbildung zum Koch begann und in den folgenden Jahren etablierte er seinen Künstlernamen Max Stiegl. Als Koch des Restaurants Inamera in Rust erhielt er im Alter von nur 21 Jahren seinen erste Michelin-Stern und ging damit als jüngster Sternekoch in die Geschichte ein. Er ist Vater von drei Söhnen.

  • 1998: Küchenchef im Restaurant Inamera, Rust
  • 2000: Jüngster Sternekoch der Welt
  • 2007: Übernahme des Lesehofs Gut Purbach, Purbach
  • 2017: Erstmals drei Gault&Millau-Hauben mit 17 Punkten 
  • 2020: Vier Gault&Millau-Hauben und Auszeichnung als „Koch des Jahres“

 

© Gault&Millau
Der Koch des Jahres im Porträt und im Gespräch mit den Hohenlohes.

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