30.03.2021

Millionenförderung für Klimaschutzprojekte in Tourismusregionen

Der Klima- und Energiefonds hat die Tourismusregionen Nassfeld-Pressegger See/Lesachtal/Weissensee sowie Zell am See/Kaprun als Modellregionen für nachhaltigen Tourismus ausgewählt und fördert dort Klimaschutzprojekte mit je einer Million Euro.

Der Wettbewerb wurde 2019 ausgeschrieben, so Klimafonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth, die Konzepte beider Regionen überzeugten die Jury unter neun Bewerbungen. "Nicht PR-Konzepte haben gezählt, sondern die beinharte Wirkung für den Klimaschutz." Er gehe davon aus, dass andere Tourismusregionen folgen werden, wenn die nachhaltigen Konzepte in den Modellregionen auch ökonomisch erfolgreich sind.

Für die Kärntner Region berichtete Touristiker Hans Steinwender von den Schwerpunkten. Einerseits setze man als „Slow Food Travel“-Region auf Nachhaltigkeit von Ernährung und Kulinarik. Es soll zum Beispiel noch mehr Bio-Landwirtschaft geben und 30 Prozent fleischlose Gerichte auf den Speisekarten. Man setze aber auch bei der Mobilität an, öffentliche Anreise von Touristen werde forciert, die Regionalbusse sollen bis 2030 auf alternative Antriebe umgestellt werden und eine Studie soll die Machbarkeit eines Bahnhofs beim Skigebiet Nassfeld prüfen. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Für mich ist klar: Die Zukunft der österreichischen Tourismuswirtschaft und die Energie- und Mobilitätswende müssen Hand in Hand gehen.“

Schwerpunktprogramm „KEM Tourismus“

Der Klima- und Energiefonds suchte im Rahmen seines Programmes „Klima- und Energie-Modellregionen (KEM)“ in Kooperation mit dem Klimaschutzministerium eine Tourismus-Modellregion, die besonders vorbildliche und ambitionierte Klimaschutzprojekte umsetzen möchte. Einreichberechtigt waren alle österreichischen Regionen, die mindestens 500.000 Nächtigungen aufweisen, mehr als zwei Gemeinden umfassen und mindestens 3.000 bis maximal 60.000 Einwohner haben. Damit sollte sichergestellt werden, dass sich Regionen bewerben, die touristisch relevant und groß genug sind, um geschaffene Strukturen langfristig zu erhalten.

Ursprünglich vorgesehen war, nur eine Schwerpunktregion auszuwählen, die einen besonderen Fokus auf Maßnahmen im Bereich Klimaschutz im Tourismus legt. In der ersten Phase wurden drei Regionen ausgewählt und eingeladen ein Detailkonzept abzugeben, nach der zweiten Bewertungsrunde dürfen sich die beiden Destinationen in Kärnten und im SalzburgerLand über ihre Wahl als Modelregion freuen. Die Umsetzung der Vorhaben läuft nun bis zum Jahr 2024.

www.klimafonds.gv.at/

(APA/Red)

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