04.05.2021

Millionenförderung für Wiens MICE-Branche 

Der Vienna Meeting Fund läuft bis 2023 und ist mit 4 Mio. Euro gefüllt. Der Fokus liegt auf Kongressen und Firmenveranstaltungen. Mitte Mai startet eine Image-Kampagne für die Meetingdestination Wien. 

© Wien Tourismus/ Wien Nord Serviceplan /David Payr
Sujets der Kampagne "Meeting Destination Vienna" zum Durchklicken.

 

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie wird in einzelnen Segmenten der Meeting-Industrie womöglich einen Paradigmenwechsel herbeiführen. „Doch nach wie vor nehmen Kongresse und Firmenveranstaltungen eine zentrale Funktion als Triebfeder für die Erholung von Wiens Tourismus, der Internationalisierung der Stadt und des gesamten Wirtschaftsstandorts ein“, erklärt Wiens Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke.

Um das Comeback der Branche zu beschleunigen, stellt die Stadt Wien bis Ende 2023 eine zusätzliche Förderung in der Höhe von vier Millionen Euro zur Verfügung, die nicht nur für die Akquise von großen Verbandskongressen, sondern auch von Firmentagungen eingesetzt wird. Der Vienna Meeting Fund berücksichtigt zudem hybride Formen in einem eigenen Fördermodul und richtet sich nicht nur an nationale, sondern auch an internationale Veranstalter. 

Hanke: „Die Förderung steht bewusst im Sinne einer Stärkung der Headquarter- und Standortfunktion Wiens auch großen, in Wien ansässigen internationalen Unternehmen und Organisationen offen.“ Wobei Nächtigungen vor Ort in Wien mit all ihren Wertschöpfungseffekten unabdingbare Voraussetzung für die Ausschöpfung der maximalen Fördersumme von 60.000 Euro je Veranstaltung darstellen.

Förderung in drei Modulen

Die Förderung der Stadt Wien wird vom Vienna Convention Bureau im WienTourismus abgewickelt und betrifft Veranstaltungen, die zwischen zwischen 1. Mai 2021 und 31. Dezember 2023 in Wien stattfinden. 

Um eine Förderung beantragen zu können, müssen die Grundvoraussetzungen von Fördermodul 1 erfüllt werden: Die Veranstaltung findet in einer Wiener Location bzw. einem Hotel gegen Bezahlung statt, umfasst mindestens 50 vor Ort anwesende Teilnehmer und weist eine Mindestdauer von vier Stunden auf. Bringt der Kongress oder die Firmenveranstaltung zudem Nächtigungen, kann auch Fördermodul 2 beantragt werden: Dabei muss die Anzahl der Nächtigungen, die in Wiener Beherbergungsbetrieben generiert werden, im Jahr 2021 mindestens 10%, im Jahr 2022 zumindest 30% bzw. im Jahr 2023 wenigstens 50% der Teilnehmeranzahl vor Ort betragen. Findet die Veranstaltung zugleich durchgängig in hybrider Form statt und entstehen hierfür nachweislich Kosten, ist außerdem die Voraussetzung für Fördermodul 3 erfüllt. 

Die maximalen Förderbeträge je Modul richten sich nach der Anzahl der Teilnehmer. Die maximale Förderhöhe je Veranstaltung entspricht den tatsächlich bezahlten Kosten bzw. beträgt bei Erfüllung der Voraussetzungen aller drei Fördermodule 60.000 Euro – um sie zu erhalten, muss die Veranstaltung mindestens 3.000 Teilnehmer vor Ort zählen. Im Jahr 2021 müssten somit zumindest 300 Nächtigungen (z. B. 300 Personen eine Nacht oder 150 Personen zwei Nächte), im Jahr 2022 mindestens 900 Nächtigungen und im Jahr 2023 mindestens 1.500 Nächtigungen generiert werden.

Kongresse in Wien

Die Anzahl der Veranstaltungen sank 2020 vom bisherigen Höchststand von 5.490 (2019) um knapp drei Viertel auf 1.537. Davon waren 570 Kongresse, 143 davon internationale. Mit einem Anteil von 9% am gesamten Tagungsaufkommen 2020 repräsentierten internationale Kongresse 68% der generierten Wertschöpfung (152,18 Mio. Euro) bzw. 68% der induzierten Steuereinnahmen (42 Mio. Euro). Im Vergleich zu 2019 brachen beide Kennzahlen um jeweils 84% ein. 

„Die Zahlen belegen klar: Gerade die internationalen Veranstaltungen sind in guten Zeiten nicht nur das wirtschaftlich gewinnbringendste Segment – neben ihrer Bedeutung für Wissenschaft und Forschung können sie auch einen überproportionalen Teil zum Wiederaufbau nach Corona beitragen“, so Tourismusdirektor Norbert Kettner. „Mit dem Vienna Meeting Fund bietet Wien ein intelligentes System der Nachfrageförderung, das die angestrebte Erholung der Branche forcieren kann, wenn es von entsprechenden Reiseprotokollen und Verkehrsanbindung gespeist wird.“

Anträge können ab sofort laufend bis 3. Dezember 2023 bzw. bis zu Mittelerschöpfung eingereicht werden. Die Einreichung erfolgt online auf der Website des Vienna Convention Bureau (www.vienna.convention.at). Hier sind zugleich sämtliche Informationen samt der vollständigen Förderrichtlinie zu finden. Nach formaler Prüfung aller erforderlichen Unterlagen gilt das Prinzip „first-come, first-served“.

Imagekampagne „Vienna: A pleasure doing business” 

Unter dem Motto „Vienna: A pleasure doing business” startet der WienTourismus Mitte Mai seine internationale Marketing-Kampagne für die Meetingdestination Wien, die sich gezielt an professionelle Meeting-PlanerInnen richtet. „Die in Englisch gehaltene Kampagne rückt jene Komponenten in den Vordergrund, die Wien bietet, um ein Meeting nicht nur auf inhaltlicher Ebene erfolgreich, sondern auch auf emotionaler Ebene angenehm werden zu lassen“, erklärt Christian Woronka, Leiter des Vienna Convention Bureau (VCB). Neun unterschiedliche Sujets kombinieren klassische Business-Argumente und Wirtschafts-Buzzwords mit entspannten Genussmomenten, die Geschäftsreisende in Wien vor, während oder nach einem Meeting erleben können.

Die Kampagne läuft ab 17. Mai online und in den sozialen Medien in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz und Belgien, wo besonders viele internationale Fachverbände ihr Headquarter haben. Zusätzlich dazu werden wir in der Wirtschaftsmetropole Frankfurt mit über 250 Citylights prominente Außenflächen bespielen und deutschlandweit Printanzeigen in Wirtschaftsmagazinen schalten. 

Auf der zentralen Kampagnenseite smart4business.vienna.info (ab 17.5.) werden die emotionalen Soft-Facts mit Daten und Fakten zur Meetingdestination Wien aufgelöst. 
 

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