09.03.2022

Millionenschwere Rad-Offensive

Im Burgenland werden in den nächsten Jahren fast 35 Millionen Euro in die Rad-Infrastruktur investiert. Burgenland Tourismus startete außerdem mit einer umfangreichen Werbemaßnahmen des BurgenRADlands.

Der burgenländische Tourismus ist vor allem dank seiner traditionellen Stärke auf dem Inlandsmarkt besser als andere Bundesländer durch die Krise gekommen. „Der Sommer 2021, der der nächtigungsstärkste Tourismus-Sommer der Geschichte war, gibt uns ein gutes Gefühl dafür, was möglich ist, wenn wir die Corona-Fesseln endlich los sind“, blickt Landeshauptmann und Tourismusreferent Hans Peter Doskozil voraus.

Der Tourismus im Burgenland erwirtschaftet einen Gesamtumsatz von über einer Milliarde Euro pro Jahr. „Dieses Volumen gilt es voranzutreiben, denn so werden Arbeitsplätze gesichert und die Lebensqualität der Bevölkerung steigt“, so der Landeshauptmann. Daher werde man weiter auf die „richtigen Themen“ setzen, so der  Landeshauptmann. Eines ist der Radtourismus, der immer mehr Gäste ins Burgenland lockt. Jeder dritte Gast nutzte 2019/2020 seinen Urlaub im Burgenland für eine Radtour (T-Mona), 2.500 markierte Radwege laden dazu ein. Neben den Genussradfahrern finden auch sportliche Biker, Mountainbiker und E-Bike Fans beste Voraussetzungen.

Das Burgenland geht in die Rad-Offensive

Zur weiteren Verbesserung des Angebots werden im ganzen Land Radwege weiter verbessert, die begleitende Infrastruktur wird ausgebaut (Gastronomie, Ruhezonen). Insgesamt werden 35 Millionen Euro investiert. Im Süd- und Mittelburgenland stehen zwei neue, spektakuläre Rad-Projekte vor der Umsetzung: Der Bahntrassenradweg mit 33 Kilometern Länge und die Burgenland-Trails am Geschriebenstein mit über 40 Kilometern Länge. Beide Projekte befinden sich in Bau und werden noch 2022 eröffnet. Hans Peter Doskozil: „Radfahren ist ein Megatrend, das haben wir im Burgenland früh erkannt. Jetzt machen wir das Burgenland noch mehr zum BurgenRADland.“

Der Bahntrassenradweg entsteht auf einer aufgelassenen Bahnstrecke und verbindet die ganze Region: Von Oberschützen über Bad Tatzmannsdorf und Oberwart in die Weinidylle mit Hannersdorf bis hin zum Naturpark Geschriebenstein nach Rechnitz. Hier entsteht ein Radparadies für Familien, auch zahlreiche Attraktionen zu den Themen Wein, Archäologie und Landwirtschaft sowie Aussichtsplattformen sind geplant. Dieser Radweg gehört fast zur Gänze exklusiv den Radfahrern.

Am Geschriebenstein entsteht mit den Burgenland-Trails ein Natur-Mountainbike-Paradies, das zu den schönsten in Europa zählen soll. Von der Länge mit 40 Kilometern, der Vielfalt auf über 300 km², der minimal-invasiven Bauweise eingebettet in die Natur, bis zum Klima-Vorteil, der auch hier ein ganzjähriges Befahren ermöglicht. Mit den neuen Angeboten wird man Stammgäste und Einheimische begeistern und ebenso neue Gäste ins Burgenland bringen werden, ist man bei den Projektpatnern überzeugt. 

„Anradeln“ mit dem Landeshauptmann

Eine spannende Möglichkeit, den begeisterten Radfahrer Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Landesrat Heinrich Dorner näher zu kommen, gibt es am 12. März mit dem „Anradeln“ in Eisenberg. „Wir sehen es auch ein wenig als Pendant zu den Ski-Openings im Westen“, sagt dazu Burgenland Tourismus-Chef Didi Tunkel. Mit der Aktion wird die Radsaison im Burgenland offiziell eröffnet. Nach einem gemütlichen Beisammensein bei der Vinothek am Eisenberg folgt eine kurze Radtour zum Weinblick und ein Abschluss am Hannersberg. 

Kampagnen mit Rad – auch wieder im TV

Dem BurgenRADland sind auch die Frühlings- und Sommerkampagnen gewidmet. In Spots, auf Sujets, als Hörfunkspots und Online wird das Thema Radfahren im Burgenland attraktiv beworben. Didi Tunkel, Geschäftsführer von Burgenland Tourismus fasst zusammen: „Unser Motto in der klassischen Kommunikation: Komm ins BurgenRADland und genieße die Vielfalt unserer Radangebote, unserer Thermen, Hotels, Privatquartiere, Kellerstöckl und Campingplätze. In der Frühjahrskampagne gehen wir seit vielen Jahren erstmals wieder ins Fernsehen, die 15sekündigen TV-Spots sollen die Zuschauer dazu anregen, sich auf den digitalen Kanälen näher zu informieren, wo wir unsere Geschichten zielgruppengerecht weitererzählen.“

Im Laufe des Jahres folgen zahlreiche weitere Sujets zum Thema Kultur, Burgen und Wein, um die gesamte Vielfalt des Landes zu zeigen. Weiter geht’s im Sommer, mit Baden, Wellness, Genießen, Erobern, Beobachten und Entdecken. Didi Tunkel: „Der kreative Kern der Werbelinie ist auch der Marken-Kern des Burgenlandes: Authentisch, ungekünstelt, gemütlich und genussvoll auf der Sonnenseite Österreichs das Leben genießen.“ 

Der Fokus der Bewerbung liegt auf den etablierten heimischen Märkten, allen voran in Wien, Niederösterreich, Steiermark und Oberösterreich sowie im wichtigsten Auslandsmarkt Deutschland.  Spezielle Zielgruppen werden auch in den CEE-Ländern und in den Niederlanden gezielt angesprochen.

Pläne für Herbst und Winter

Diese Kampagnen sind die ersten, die unter der vollen Verantwortung Tunkels entstanden sind. Man hat sich dabei an einer einfachen Grundregel orientiert, so der Burgenland Tourismus-Chef: „Wir versuchen alles aus der Sicht des Gastes zu sehen. Das Burgenland in seiner Vielfalt mit dem Fahrrad zu entdecken – von den Familienradlern über die Rennradfahrer bis hin zu den Mountainbikern – ist ein großes Bedürfnis unserer Gäste.“

Der Herbst und der Winter 2022 rücken wieder das Thema Wein und Genuss in den Mittelpunkt. Mit dem Weintourismus Burgenland werden weitere themenspezifische und saisonverlängernde Maßnahmen erarbeitet.

Schon früher geht die nächste Maßnahme der Digitalisierungsoffensive des Tourismus im Burgenland an den Start. Mit dem „Personal Interests Assistant“ (PIA) wird ab Juni den Gästen im ganzen Land ein digitaler Concierge am Smartphone zur Verfügung stehen. 

Gedanken sind in der Ukraine

Die geopolitische Situation überschatte derzeit freilich den Alltag. „Für mich ist die Präsentation von Werbemaßnahmen für den Tourismus wie so vieles im politischen Tagesgeschehen vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine ein emotionaler Balanceakt. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst“, so Doskozil. Es sei eine menschliche Pflicht, Hilfsbedürftigen zu helfen, man ist vorbereitet. „Aber es ist auch unsere politische Aufgabe, das Burgenland voranzubringen und unsere UnternehmerInnen und deren MitarbeiterInnen zu unterstützen“, erklärt der Landeshauptmann.

www.burgenland.info

(Red)

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