24.11.2021

Minister erteilt Hoteliers Absage

Der Forderung nach einen 100-prozentigem Lohnkostenersatz ab dem ersten Tag Kurzarbeit hat Arbeitsminister Martin Kocher bereits eine Absage erteilt.

Österreich befindet sich seit Montag, 22. November, bekanntlich im 4. Lockdown. Das heißt: Auch das Gros der heimischen Tourismusbetriebe muss geschlossen bleiben. Eine Ausnahme bilden Betriebe, die Geschäftsreisende beherbergen, die auch verpflegt werden dürfen.

Diese rigide Maßnahme soll einerseits die explodierende Zahl der Infektionen reduzieren, trifft den Tourismus allerdings zum allerungünstigsten Zeitpunkt. Denn viele Betriebe wollten wenige Tage nach Inkrafttreten des 4. Lockdowns ihre Betriebe für die Wintersaison öffnen und haben entsprechende Mitarbeiterstäbe rekrutiert und angestellt. Jetzt sind die Mitarbeiter angemeldet und die Betriebe geschlossen.

Zur Abmilderung dieser unhaltbaren Zustände forderte die ÖHV einen 100-prozentigen Lohnkostenersatz ab dem ersten Tag Kurzarbeit. Allerdings sehen die Regelungen des Arbeitsministeriums vor, Kurzarbeitsbeihilfe gibt es erst nach einem voll ausbezahlten Kalendermonat. Das heißt, dass Corona-Kurzarbeit in Saisonbetrieben für den vierten Lockdown erst ab Jänner bezogen werden kann.

Arbeitsminister Martin Kocher erteilte der Branchenforderung jedoch eine Absage. Es brauche einen voll entlohnten Monat, um eine Bemessungsgrundlage für die Kurzarbeit zu haben, sagte er. Bei Kurzarbeit ab dem ersten Tag gäbe es ein „massives Missbrauchspotenzial“, das im Nachhinein nicht kontrolliert werden könne.

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