08.01.2020

Minusgrade ermöglichen erste Eisweinlese

Die frostigen Temperaturen zu Wochenbeginn haben in Illmitz im Seewinkel die erste Eisweinernte ermöglicht.

Bei minus 8,5 Grad konnte das Weingut Angerhof Tschida aus Illmitz (Bezirk Neusiedl am See) um 6.00 Uhr Eiswein der Sorte Gelber Muskateller lesen, teilte die Landwirtschaftskammer Burgenland in einer Aussendung mit. „Es war die erste Möglichkeit und wir haben sie gleich erwischt“, sagte Winzer Hans Tschida. Die Trauben seien aufgrund der niedrigen Temperaturen „schön gefroren“ gewesen, auch die Qualität habe „sehr gut ausgeschaut“. Er sei zuversichtlich, dass der Eiswein eine gute Qualität haben werde. „Ich bin sehr zufrieden, auch wenn ich gerne schon früher gelesen hätte“, sagte Tschida.

Zunehmend schwieriger, weil oft nicht kalt genug

Generell werde die Eisweinernte immer schwieriger. Das bestätigt auch Verena Klöckl, Weinbauberaterin bei der burgenländischen Landwirtschaftskammer, in einem Experten-Gespräch. „Es wird zunehmend schwieriger, Eiswein zu produzieren, weil die Temperatur nicht mehr häufig so stark absinkt“, betonte sie. Immerhin muss Eiswein aus Weintrauben hergestellt werden, die bei der Lese und der Kelterung bei mindestens minus sieben Grad gefroren sind und deren Saft ein Mostgewicht von mindestens 25 Grad Klosterneuburger Mostwaage (KMW) aufweist.

Winzer werden auf die Geduldsprobe gestellt

Auch in der Nacht auf Dienstag seien die notwendigen Minusgrade nur in speziellen Lagen erreicht worden, berichtete Klöckl. In den nächsten Tagen solle es laut Vorhersagen nicht kalt genug werden. Hans Tschida hofft auf eine mögliche weitere Ernte Mitte Jänner. Dann solle es laut Wetterbericht noch einmal frostig werden.

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