10.02.2021

Mit Hilfe von Airbnb und Tourismusverbänden gegen illegale Urlaube

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) hat den Auftrag erteilt, mit verstärkten Kontrollen von Zweitwohnsitzen gegen illegale Skiurlaube vorzugehen. Man setzt auch auf die Unterstützung von Verbänden und Plattformen.

Vorige Woche wurde bekannt, dass Gesundheitsbehörden etwa drei Dutzend Strafverfahren gegen illegale Urlaubsvermieter in den Skigebieten seit Öffnung der Lifte am 24. Dezember eingeleitet haben. Die meisten Anzeigen gab es im Pinzgau, gefolgt vom Pongau. Die Exekutive werde nun auch Übertretungen nach dem Meldegesetz nachgehen, kündigte das Land Salzburg in der Aussendung an. Die Tourismusverbände seien bereits aufgefordert worden, bei Unregelmäßigkeiten die zuständige Bezirkshauptmannschaft zu informieren. "Auch der Salzburger Gemeindeverband hilft mit." Die Polizei soll dann die schwarzen Schafe aufdecken.

Während des Lockdown wurden vermehrt in touristischen Gemeinden Zweitwohnsitze angemeldet und manchmal soll damit das Beherbergungsverbot für touristische Zwecke umgangen worden sein. Bereits in der vergangenen Woche seien durch die Bezirkshauptmannschaft Zell am See (Pinzgau) gemeinsam mit der Polizei über 100 Überprüfungen von Zweitwohnsitzen durchgeführt worden. Dabei sei eine Reihe von Anzeigen erstattet worden, denen konsequent nachgegangen werde. "Wir nehmen ganz bewusst die Buchungs-Plattformen in die Pflicht, um ihrerseits die Anbieter und Kunden über die geltende Rechtslage umfassend zu informieren", so Haslauer.

Mit "Airbnb" sei vereinbart worden, dass die Buchungs-Plattform sowohl Gäste als auch Anbieter von Unterkünften per E-Mail und gut sichtbar auf der Homepage auf die derzeit geltenden Regelungen hinweist. "Airbnb" habe dem Land Salzburg in einer Stellungnahme mitgeteilt, entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, falls der Plattform Vorfälle zur Kenntnis gebracht werden.

(APA/Red)

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