08.02.2021

Mjam will Geschäft mit „Geisterküchen“ ausbauen

Bei „Geisterküche“ handelt es sich um eine virtuelle Essens-Marke, die von bestehenden Restaurants unter eigenem Namen produziert werden sollen.

Die Online-Lieferplattform Mjam will das Geschäft mit so genannten Geisterküchen ausbauen, berichtet die Digital-Plattform „Trending Topics“. Dabei handle es sich um virtuelle Restaurantmarken, die der Essenzulieferdienst entwickelt hat und an Lokale vergibt. Diese können dann zusätzlich zu ihren eigenen Gerichten etwa auch Burger oder Burritos anbieten – unter einem anderen Namen, was künftig deutlich gemacht werden soll. Geplant sei das Konzept auch in kleinen Städten.

Noch heuer mehrere hundert Geisterküchen

Wer in Wien etwa „Mamacitas“-Burritos bestelle, bekomme diese eigentlich aus dem Milons-Restaurant, so die Plattform. Der Geschäftsbereich nenne sich „Concepts“. Mjam-Chef Artur Schreiber kündige an, dass es bis Ende 2021 mehrere hundert solcher Geisterküchen im ganzen Land und bald eine eigene Landing Page mit sämtlichen Informationen dazu geben soll. „Wir haben gesehen, dass es nicht nur in Wien funktioniert, sondern auch in kleinen Städten. Wir werden uns Ende des Jahres in einem mittleren dreistelligen Bereich befinden, das auf jeden Fall. Am Ende ist es ein Franchising-Konzept, in das wir sehr viel Geld investieren“, so Schreiber.

Funktioniert wie ein Franchise-Konzept

Wird ein Restaurant „Concepts“-Partner, erhält es von Mjam Rezepte, die passenden Zutaten und die virtuelle Marke. Konkurrenz wolle man den Lokalen nicht machen, sondern Zusatz-Business anbieten. „Was wir in Österreich nicht machen ist, dass wir Großküchen anmieten und dann kleine Restaurants dort Parzellen bekommen und dann dort kochen“, so Schreiber. Hier grenzt sich der Mjam-Chef deutlich vom Konzept der „Ghost-Kitchens“ ab, die auf brachliegende Großflächen aus sind und dort Food-Start-ups kleine Küchen anbieten. Dass immer mehr Restaurants nebenbei zur Geisterküche werden, sei im Interesse des Lieferdienstes. „Wir profitieren natürlich davon, dass wir mehr Angebot haben und es mehr Bestellungen gibt“, sagt Schreiber. Zum Thema Transparenz erklärt er: „Wir verstecken da nichts und waren Anfang 2020 dabei, die offizielle Kommunikation vorzubereiten, aber dann kam Corona und wir kamen dann nicht dazu.“ Die Kommunikationspläne seien damals durcheinandergewirbelt worden. 2021 wolle man das Thema nun groß kommunizieren.

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