24.01.2020

Molkereien beklagen Preisdruck

Insbesondere Preissteigerungen bei Vorleistungen wie Verpackung, Energie, Löhne, Zucker oder Früchten, machen den Milchverarbeitern das Leben schwer.

Die Vereinigung Österreichischer Molkereien (VÖM) beklagt Kostensteigerungen bei Vorleistungen für die Milchwirtschaft im Bereich Verpackung, Energie, Löhne, Zucker und Frucht, so VÖM-Direktor Helmut Petschar in einer Aussendung. Dazu kämen steigende internationale Notierungen vor allem bei Käse, Milchpulver und eiweißbetonten Milchprodukten. Die Unzufriedenheit unter den Bauern steige.

Schon im Vorjahr habe der Preisdruck zu einer verstärkten Last auf die bäuerlichen Einkommen geführt, so Petschar. Die Milchgeldauszahlungspreise hätten auch gelitten. Österreichische Milchbauern lieferten höhere Qualitäten, erinnerte der Molkereien-Vertreter und verwies dabei einmal mehr auf Gentechnikfreiheit, die Erfüllung besonderer Nachhaltigkeitskriterien, wie den Verzicht von Soja aus Übersee, Verzicht auf Palmöl in Futtermittel und Produktion in kleinen Strukturen, was auch für höhere Kosten sorge. Insgesamt käme es derzeit zu festeren Preisnotierungen, so Petschar.

„Dies sollte aber für den heimischen Konsumenten kein großes Thema sein, schließlich ist der Anteil für Lebensmittel an den heimischen Konsumausgaben mit 9,7 Prozent im internationalen Vergleich äußerst tief. Es muss jedenfalls gewährleistet sein, dass die heimischen Milchbauern einen fairen Anteil an dieser Entwicklung erhalten.“ Der durchschnittliche Erzeugermilchpreis in Österreich im November 2019 belief sich auf 36,95 Cent je Kilogramm. Dies geht aus dem aktuellen Marktbericht der Agrarmarkt Austria hervor.

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Mediadaten