29.04.2020

Münchner Szenegastronom Kolonko gestorben

Martin Kolonko, Gründer der Szenelokale „P1“, „Knödelei auf der Wiesn“ oder „Café Forum“, ist 55-jährig in München gestorben.

Bayerns Hauptstadt trauert um einen prägenden Gastronomen. Martin Kolonko (Jahrgang 1964) ist nach schwerer Krankheit verstorben. Mit ihm verliert die Stadt einen gastronomischen Innovator, der Pate stand für eine Reihe von Eröffnungen, die die Schickeria und Bussi-Bussi-Gesellschaft in ihren Bann zog. Dazu zählten vor allem die Nobeldisco „P1“ im Haus der Kunst, in der man in schöner Regelmäßigkeit viele Spieler des FC Bayern antraf. Mit der „Knödelei auf der Wiesn“ gelang Kolonko auch der Sprung auf das größte Volksfest der Welt, das Münchner Oktoberfest.

Er gründete auch das „M1“ im BMW Museum, aber sein Herz als Gründer hing besonders am „Café Forum“, das er 1991 aus der Taufe hob und das als eines der ersten Mischkonzepte Münchens galt. Im Forum nahm der Gastronomie den Trend verschiedener Konzepte in einem Lokal vorweg: Café-Bar-Restaurant in einer Art fließender Grenze, die dem Gast verschiedene Bühnen und Stimmungen bietet. Vor allem aber das P1 sollte mannigfaltig Nachahmung finden, darunter auch in Österreich. Die Sehnsucht nach Sehen und Gesehen werden brennt nicht nur in München, sondern will überall woanders auch befriedigt werden. Kolonko war diesbezüglich ein Visionär, der es spielerisch verstand, die Sehnsüchte von Gästen in kluge Konzepte umzusetzen.

Kolonko hinterlässt seine Gattin sowie seine beiden Kinder im Alter von 23 und 22 Jahren.

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Mediadaten