24.05.2021

„Müssen für Stabilität und Sicherheit sorgen“

Nach dem tragischen Seilbahnunglück in Norditalien rückt die Sicherheitsthematik bei den heimischen Berg- und Seilbahnen verstärkt in den Fokus.

Das Unglück im Nachbarland macht sprachlos und betroffen. Bei den Seilbahnbetreibern bemerkt man rund um dieses Thema eine Verunsicherung in der Bevölkerung und möchten daher proaktiv entgegensteuern und den Menschen mögliche Ängste nehmen. Laut Statistik sind Seilbahnen das mit Abstand sicherste Transportmittel. Allein in Österreich gibt es rund 1.100 öffentliche Seilbahnen, die Anzahl der gemeldeten Vorfälle bewegt sich auf einem sehr niedrigem Niveau. Bezogen auf die Fahrgastzahlen ist das Risiko tödlich zu verunfallen rund zehnmal kleiner als im Auto oder Zug und gar mehr als fünfzigmal kleiner als im Flugzeug.

Auf Spekulationen hinsichtlich des Unfallherganges in Lago Maggiore in Norditalien verzichtet Bernd Scharfegger, Geschäftsführer Scharfeggers Raxalpen Resort und Betreiber der Rax-Seilbahn in den Wiener Alpen in Niederösterreich. „Wichtig ist, dass wir unseren Gästen Sicherheit und Stabilität bieten“, so Scharfegger. Die Rax-Seilbahn etwa durchlaufe zweimal pro Jahr mehrwöchige Revisionsarbeiten, bei denen auch der Hersteller sowie andere externe Stellen wie TÜV und Technische Versuchs- u. Forschungsanstalt TU Wien hinzugezogen werden. Bei diesen Arbeiten werden alle Bereiche der Seilbahnanlage einer eingehenden Wartung und Prüfung unterzogen. Funktionsproben der Sicherheitseinrichtungen sowie Bremsproben werden hierbei regelmäßig durchgeführt. 

Die Rax-Seilbahn verzeichnete vor der Pandemie jährlich rund 180.000 Beförderungen. Technisch befindet sich die erste Seilschwebebahn Österreichs am neuesten Stand. Scharfegger: „Es finden regelmäßige magnetinduktive Untersuchungen durch externe Stellen statt und die Tragseile werden monatlich von uns kontrolliert.“

Auch die Windgeschwindigkeit hat einen entscheidenden Einfluss auf die Betriebstüchtigkeit. Bei kräftigen Böen und einem starken Schwingen der Gondel bzw. des Seils wird der Seilbahnbetrieb vorübergehend eingestellt. „Uns ist allen bewusst: Ein menschliches Fehlverhalten kann man leider nie vollkommen ausschließen. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und versuchen alle Gefahrenquelle mit einem umfangreichen Sicherheitsmanagement auf ein Minimum zu reduzieren. Die Sicherheitsthematik begleitet uns tagtäglich am Berg, daher werden wir heuer auch unsere im letzten Jahr erfolgreich gestartete ‚End of Flip-Flop Zone‘ weiter ausbauen“, bestätigt Scharfegger.

www.raxalpe.com

(Red) 

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