11.06.2020

Neues Hilfspaket soll kommen

Die Bundesregierung will bei ihrer Klausur Anfang kommender Woche neue Hilfen für die Freizeitwirtschaft, Hotellerie, Gastronomie und einzelne Unterbranchen beschließen.

Die zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) kündigte vor dem Ministerrat ein neues Paket an. Zu Details gab sie sich noch zugeknüpft. Scharfe Kritik an der „Showpolitik der schwarz-grünen Regierung“ kam indes von der SPÖ. Es gab neuerlich ein Treffen von Köstinger, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vertretern von Gastro-Unternehmen, sagte die Tourismusministerin vor dem Ministerrat. Gemeinsam würden zusätzliche Maßnahmen erarbeitet.

„Viele der sehr betroffenen Brachen werden auch weiterhin Hilfe brauche“, sagte Köstinger. Zuvor hatte sie unter anderem Reisebüros und -Veranstalter, Eventagenturen, Messen, Cateringfirmen, die Nachtgastronomie und viele weitere Teilbereiche der Tourismus- und Freizeitwirtschaft aufgezählt. Schon feststehende Erleichterungen seien bevorstehende weitere Grenzöffnungen, ab 15. Juni die Erweiterung der Sperrstunde auf 01:00 Uhr und das Aus für die Schutzmaskenpflicht beim Betreten eines Lokals und dass dort auch wieder größere Gruppen gemeinsam Platz nehmen können.

Viele Gastronomen forderten zuletzt allerdings das gänzliches Aus einer Coronasperrstunde. Auch die AUA-Rettung strich die Politikerin als positiv für den heimischen Tourismus hervor. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch vermisste hingegen nach zahlreichen Pressekonferenzen und „runden Tischen“ tatsächliche Unterstützung. „Die angekündigten Pakete haben sich allesamt in Luft aufgelöst, die Hilfen kommen bei den Unternehmen, Arbeitslosen, Familien und Arbeitnehmern nicht an“, so Deutsch in einer Aussendung. Er bekräftigte den Ruf nach einer Anhebung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des Letzteinkommens und konkrete Konzepte für die Gastronomie.

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