25.03.2020

Neustart-Empfehlungen für den Tourismus

Um dem aktuellen Einbruch der Hotellerie und Tourismuswirtschaft entgegenzusteuern hat die Prodinger Tourismusberatung ein "Back in Business"-Programm ausgearbeitet, das auch sehr konkrete Handlungsempfehlungen enthält.

Eine aktuelle Stress-Analyse, die die Prodinger Tourismusberatung für die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) durchgeführt hat, besagt, dass ein Auslastungseinbruch von 15 bis 20 Prozent in der Sommersaison 2020 bedeutet, dass die meisten Hotelbetriebe tief in den Verlustbereich abstürzen.

Um Liquiditätsprobleme zu vermeiden ist es notwendig, in den nächsten Wochen und Monaten ein straffes Liquiditäts-Reglement einzuhalten.Die Prodinger Tourismusberatung entwickelt ein ReStart-Programm für ein erfolgreiches „Back in Business“ für Österreichs Tourismusbetriebe. Dieser fasst Inspirationen und Denkanstöße genauso wie konkrete Hilfestellungen für die kommenden Monate zusammen. 

  1. Kurzfristige Ausrichtung der Liquiditäts- und Finanzlage:
    In den nächsten Monaten sollte die Liquidität permanent überprüft werden, um drohende Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Mit Hilfe eines Frühwarnsystems können die entsprechenden Maßnahmen getroffen werden. Hier geht´s zu den Sofortmaßnahmen.
  2. Prognose der Umsatzentwicklung mit mehreren Szenarien:
    Prodinger erstellt mit seinen Kunden eine Simulation von verschieden Szenarien 2020. Es wird ein Check von Umsatz, Ertrag und Liquidität durchgeführt. Die Annahmen, die getroffen werden, basieren auf Prognosen von Markt und Nachfrageentwicklungen. Diese Szenarienplanung erlaubt es, unterschiedliche Planungsannahmen in verschiedenen Geschäftsentwicklungen abzubilden. Aus der Annahme der unterschiedlichen Szenarien können der Handlungsbedarf und die erforderlichen Maßnahmen abgeleitet werden. Die Ergebnisse werden mit quantitativen Wirkungen auf Umsatz, Ergebnis, Cashflow und Hotelkennzahlen verknüpft. Dies geschieht im Sinne von: „Wenn das eintritt, resultiert …“ Hier geht´s zu den Szenarien.
  3. Mitarbeitereinsatzplanung: 
    Das zentrale Ziel der Mitarbeitereinsatzplanung in Krisenzeiten besteht darin, dass sich die richtige Zahl an Mitarbeitern mit den passenden Qualifikationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort befindet. Insbesondere sind dabei kurz- und mittelfristige Entwicklungen im Ausnahmejahr 2020 zu beachten. Eine genau angepasste Mitarbeitereinsatzplanung gilt in diesen schwierigen Zeiten als entscheidende Maßnahme. Die Optimierung der Produktivität und Anpassung an den Bedarf sowie die Optimierung der Dienstpläne und Budgetierung der Mitarbeiterkosten gehören in diesem Schritt zum Pflichtprogramm. Hier geht‘s zur Einsatzplanung.
  4. Die Marketing-Welt nach Corona
    Soziale Verzichte, die materielle Detox-Phase und die Solidarität zu den Mitmenschen werden einen noch nie da gewesenen Paradigmenwechsel einleiten. Insbesondere müssen potentielle Gäste in Zukunft ganz anders im Marketing angesprochen werden. Eine Diskussion über Globalisierung sowie ein neuer Zusammenhalt, Verantwortung, Gemeinschaft und Familie werden in Zukunft die touristischen Werbeaussagen prägen.
    Wir müssen in unseren Botschaften die humane Komponente verstärken. In einer solchen Ausnahmesituation wird man sich vorerst auf den Heim- bzw. Nahmarkt konzentrieren. Im Jahr 2020 leiden die vom einheimischen Tourismus getriebenen Destinationen weniger, als die international ausgerichteten. Bieten Sie den Gästen ganz einfach ein Mehr an Sicherheit. Das ist das, was die Gäste hören wollen. Und bei Ihren treuen Stammgästen laufen Sie damit ohnehin offene Türen ein. Hier geht´s zu Empfehlungen im Online-Marketing.
  5.  Werte und Grundorientierung der Post Corona Gesellschaft
    Die Isolation, beginnend im März 2020, führte zu einer physischen Abgrenzung (Social distance) und zeitgleich zu einer Welle des Wir-Gefühls. Tourismus kann hier eine verbindende Rolle einnehmen – also eine neue Begegnungszone.
    Ein Ergebnis, das auf einmal radikal die gesamte Normalität verändert, wird mit Sicherheit auch das touristische Produkt in der Hotellerie nachhaltig beeinflussen und mitunter sogar neu definieren. Plötzlich wird alles in Frage gestellt! Hier geht´s zum Artikel der Post-Corona-Gesellschaft.
  6.  Preismanagement
    Zu den Aufgaben des Revenue Managements zählen detaillierte Prognosen, enge Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Abteilungen und eine zielführende Segment- und Zimmerkategorien-Analyse. In Zeiten mit geringerer Nachfrage und sinkenden Umsätzen ändert sich schnell der Fokus. Revenue Management allein kann die Krise nicht abwenden, bleibt aber dennoch wichtig für den Erfolg eines Hotels, um eine realistische Einschätzung der Marktentwicklung zu erlangen. Hier geht´s zum Re-Start-Preismanagement.
  7. Die ReStart-Vorwärtsstrategie schon jetzt im Kopf
    (Nach Panik, Kontrollverlust und Schockstarre erfolgreich unterwegs zum Zukunftsgestalter). Ein guter Unternehmer denkt in schwierigen Situationen nicht nur an Kostenreduktionen, sondern an neue Voraussetzungen, neue Angebote, Marketingaussagen und versteckte Marktnischen. Er versucht trotzdem jetzt schon das Humankapital zu halten und zu fördern bzw. auch zu unterstützen. In vielen Gesprächen konnte das Prodinger-Team auch feststellen, dass außergewöhnliche Unternehmer sich nicht scheuen, aktuell alles in Frage zu stellen, was bisher als richtig galt. Sie denken trotz der ungewissen Zukunft positiv und sind gleichzeitig auch Querdenker im eigenen Betrieb. Außergewöhnliche Unternehmer denken sich in die Post-Corona-Situation hinein und können die Situation in neue Erkenntnisse verwandeln. Hier geht´s zur Re-Start-Vorwärts-Strategie.

Lesen Sie mehr zu den Re-Start-Strategien von Thomas Reisenzahn in der kommenden Ausgabe von Hotel & Touristik, die frisch aus dem Home Office am 6. April erscheint. 

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