17.05.2021

Niederösterreich macht auf

Seit Beginn der Corona-Krise im März 2020 waren die Gastronomiebetriebe rund 37 Wochen und die Beherbergungsbetriebe 39 Wochen im Lockdown. Alleine die Beherbergungsbetriebe in Niederösterreich mussten in dieser Zeit auf über 2,6 Millionen Nächtigungen verzichten. Mit dem Restart steigt die Hoffnung.

„Der 19. Mai ist ein wahrer Freudentag für die Gastfreundschaft in Niederösterreich. Die Zeit der selbstgeschmierten Jausenbrote ist vorbei, jetzt können wir wieder in die Gaststube gehen“, so eine optimistische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in einer Pressekonferenz am Tulbingerkogel zu den Öffnungsschritten im Land. Mit ihr standen auch Bundeskanzler Sebastian Kurz, Tourismuslandesrat Jochen Danninger, Susanne Kraus-Winkler (Obfrau der Fachgruppe Hotellerie Wirtschaftskammer NÖ) und Mario Pulker (Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft Wirtschaftskammer NÖ) Rede und Antwort zum Restart im Tourismus. 

Dass die Öffnungen bevorstehen, sei auch ein Verdienst der Disziplin der Österreicher, so die Landeshauptfrau. „Bis Ende Juni werden rund 900.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher zumindest einmal geimpft sein. Das sind in etwa 75 Prozent der impfbaren Landsleute. Ein hoher Prozentwert, auf den wir stolz sein können“, so Mikl-Leitner. Für diesen Neustart habe das Land den Betrieben bestmöglich geholfen, in Summe seit dem Ausbruch der Krise mit rund 47 Millionen Euro. „Und wir werden unsere Betriebe weiter unterstützen“, betont die Landeschefin. Unter anderem mit einer Förderung für Hygienemaßnahmen mit bis zu 1.500 Euro pro Betrieb oder einer drei Millionen Euro starken Förderung für Investitionen in die Qualität der Betriebe.

Bundeskanzler Sebastian Kurz sei voller Vorfreude auf diesen Tag, merkte jedoch an: „Den 19. Mai und die Wochen danach müssen wir mit Sicherheitsmaßnahmen hinter uns bringen. Das ist eine Frage der Zeit. Mit entsprechendem Impffortschritt können wir die Sicherheitsvorkehrungen zurücknehmen und uns auf einen normalen Sommer freuen. Der 19. Mai ist der Startpunkt für den Kampf zurück in die Normalität.“

Sichere Gastfreundschaft

Gäste haben nur dann Zutritt in ein Wirtshaus oder Hotel, wenn sie geimpft, getestet oder genesen sind. Im Hinblick auf die Öffnungsschritte steht für Landesrat Jochen Danninger Sicherheit an erster Stelle: „Das Wirtshaus ist aber keine Teststraße. Bitte planen Sie Ihren Besuch und gehen Sie vorher testen. In Ausnahmefällen wird es eine Testmöglichkeit im Wirtshaus geben.“ Zudem werden sich die Gäste im Hotel und in der Gastronomie registrieren müssen, um das Contact Tracing zu erleichtern. Sein Nachsatz: „Nun möchten wir alle Hobby-Köche bitten, ihre Schürze an den Nagel zu hängen. Jetzt ist es wieder Zeit für einen Besuch im Wirtshaus - mit viel Abstand und genauso viel Genuss.“

Die niederösterreichischen Beherbergungsbetriebe sind für das Comeback jedenfalls gerüstet. Sie werden wie im Vorjahr von der starken Inlandsnachfrage profitieren, ist WKÖ-Obfrau Susanne Kraus-Winkler überzeugt: „Zum anderen finden die Gäste bei uns genau das, was ihnen derzeit so wichtig ist: intakte Natur, Wein und Kulinarik auf hohem Niveau sowie familiäre Betriebe mit individueller Atmosphäre.“ Ihr Kollege in der Sparte Gastronomie, Mario Pulker, ergänzt: „Die Schutzmaßnahmen sind herausfordernd, aber derzeit noch notwendig. Wenn sowohl die Gäste als auch die Betreiber vernünftig agieren, wird es hoffentlich schon im Juli zu weiteren Erleichterungen kommen.“ 

(Red)

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