27.08.2021

Noch kein Sommer wie damals

Zwischen Mai und Juli verzeichnete der heimische Tourismus um knapp 20 % mehr Nächtigungen als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs, das ist aber noch immer deutlich weniger als in der Vorkrisenzeit.

Auch der zweite Corona-Sommer ist deutlich von den Auswirkungen der Pandemie geprägt. „Zwischen Mai und Juli 2021 lagen die Übernachtungen in österreichischen Beherbergungsbetrieben zwar 19,5 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, aber noch immer um 33,6 Prozent unter dem entsprechenden Vorkrisenzeitraum Mai bis Juli 2019“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.  Diese Zunahme ist sowohl auf ein Plus der Zahl von Gästenächtigungen aus dem Ausland (+21,3 % bzw. +2,65 Mio.) als auch aus dem Inland zurückzuführen (+17 % bzw. +1,55 Mio.). Aufgrund der unterschiedlichen Zeiträume von pandemiebedingten Betriebs- und Grenzschließungen in beiden Sommersaisonen, sind die Entwicklungen jedoch nur bedingt vergleichbar. In der ersten Hälfte der touristischen Sommersaison 2021 verzeichnete man insgesamt 25,8 Mio. Nächtigungen.

Juli schlechter als 2020

Für Juli 2021 wurden laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria 15,44 Mio. Nächtigungen in österreichischen Beherbergungsbetrieben gemeldet. Damit sind die Nächtigungen gegenüber Juli 2020 um 0,8 % leicht gesunken und liegen noch um 17,7 % unter dem Vorkrisenniveau von Juli 2019. Die Nächtigungen ausländischer Gäste blieben um 28,6 % unter dem Ergebnis von Juli 2019, während jene der inländischen Gäste um 13,7 % darüber liegen.

Im Vergleich zu Juli 2020 gab es bei den inländischen Gästen ein Nächtigungsminus von 1,9% auf 5,5 Mio., die Zahl ausländischer Gästenächtigungen stagnierte bei 9,94 Mio. (-0,2%). Die Nächtigungen deutscher Gäste gingen im Vergleich zum Juli 2020 um 6,4% auf 6,32 Mio. zurück. Dennoch war Deutschland im Juli 2021 weiterhin mit Abstand der stärkste ausländische Herkunftsmarkt, gefolgt von den Niederlanden (1,03 Mio.; -1,4%) und der Tschechischen Republik (0,44 Mio.; +27,1%). Die Zahl der Ankünfte insgesamt stieg um 5,8% auf 4,21 Mio., wobei um 10,9% mehr ausländische Gäste und um 1,0% weniger inländische Gäste als im Juli 2020 gemeldet wurden (siehe Tabellen 1 bis 5).

Nächtigungen im bisherigen Kalenderjahr gesunken

Trotz eines Nächtigungsplus in der bisherigen Sommersaison wurden im bisherigen Kalenderjahr 2021 (Jänner bis Juli) mit 29,54 Mio. Übernachtungen um 53,7 % weniger verzeichnet als in der gleichen Periode des Vorjahres. Das ist auf die europaweiten Reisebeschränkungen im ersten Drittel des Jahres zurückzuführen. Der Nächtigungsrückgang bei inländischen Gästen fiel deutlich geringer (-22,4 % auf 13,38 Mio.) als jener bei ausländischen Gästen (-65,3 % auf 16,16 Mio.) aus. Auch die Zahl der Ankünfte im bisherigen Kalenderjahr liegt mit 8,14 Mio. deutlich unter der entsprechenden Vorjahresperiode (-48,8 %).

(Red)

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