18.05.2020

Nur teilweise ein gutes Geschäft für die Gastronomie

Die Wiedereröffnung der Gastronomie nach zwei Monaten Corona-Pause hat keinen Ansturm ausgelöst, für die gehobenen Restaurants sei es Freitag bis Sonntagmittag aber gut gelaufen, resümiert der Obmann des WKÖ-Fachverbandes Gastronomie Mario Pulker.

"Für die breite Masse der Gastronomen war das Geschäft nicht so stark", so Pulker. "Wir müssen abwarten wie es weitergeht, auch unter der Woche." In den Tourismusgegenden würden den Restaurants, Kaffeehäusern und Co. die ausländischen Touristen und inländischen Wochenendurlauber fehlen. Clubs, Diskotheken und andere Nachtgastronomie-Betriebe sind aber weiterhin geschlossen.

In den Städten klagen laut Pulker zahlreiche Betriebe über ein schwaches Mittagsgeschäft, weil viele von zu Hause arbeiten und selbst kochen. Erst wenn die Home-Office-Phase zu Ende sei, werde das Geschäft zu Mittag anspringen, erwartet der Gastrovertreter.

Hotelleriestart ist wichtig

Besonders wichtig für die Gastronomie sei die Wiedereröffnung der Hotellerie Ende Mai. Dies würde einen weiteren Schub an Gästen bringen. Kritik übte Pulker, dass die Verordnung für die Hotellerie-Öffnung ab 29. Mai vom Gesundheitsministerium bisher noch nicht veröffentlicht wurde. "Das ist ein Affront gegenüber der Hotellerie." Auch der ÖVP-Wirtschaftsbund hatte am Samstag die fehlenden Vorschriften moniert, weil die Betriebe sich nicht adäquat vorbereiten könnten.

Die seit Freitag geltende Maskenpflicht ist für die Beschäftigen in der Gastronomie ungewohnt. Ältere Mitarbeiter hätten teilweise Probleme beim Luftholen, für Brillenträger sei es auch nicht optimal, sagte der Gastrovertreter. Er plädiert dafür, dass wenn die Fallzahlen weiter sinken, die Pflicht für einen Mund-Nasenschutz wieder wegfällt.

(APA/Red)

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