08.07.2020

Oberösterreich will Gästeregistrierung in Lokalen

Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner fordert die Einführung von einer verpflichtenden Gästeregistrierung in Lokalen und orientiert sich damit am Nachbarn Bayern.

„Wir wollen uns und unsere Gäste schützen und wir wollen schlimmere Maßnahmen wie umfassende Schließungen – sowohl von Betrieben, als auch von Grenzen – verhindern“, so Achleitner in einer Presseaussendung. Deshalb sei die freiwillige Gästeregistrierung dringend empfohlen, um beim Auftreten eines Covid-19-Falles Kontakte rasch verfolgen zu können. Die Daten – eine Kontaktperson pro Haushalt – dürfen nur an die zuständigen Gesundheitsbehörden weitergegeben werden und müssen nach einem Monat vernichtet werden.

In Bayern sorgt die Praxis für Unmut

Damit übernimmt das Land Oberösterreich die Registrierungsmaßnahmen aus dem benachbarten Bayern, wo die strengen Regeln jedoch für Kopfschütteln und herbe Umsatzverluste sorgen, zumal sie von Gästen zunehmend als Schikane empfunden würden und die Gäste deswegen lieber gleich zuhause blieben.

Verschärfte Regeln auch im Lokalinneren

In Gastronomie und Beherbergungsbetrieben gilt in geschlossenen Räumen wie auch in Gastgärten eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht für Gäste – außer beim Tisch – und Mitarbeiter. Bis zu zehn Erwachsene dürfen an einem Tisch sitzen, zuzüglich minderjährige Kinder.

In Oberösterreich stieg die Zahl der SARS-CoV-2-Infektionen Mittwochmittag (Stand, 12.00 Uhr) im Vergleich zum Vormittag um neun Fälle an, von 448 auf 457. Das geht aus der Statistik des Landes Oberösterreich hervor. 3.327 Menschen befanden sich in Quarantäne, 23 mussten in Krankenhäusern behandelt werden.

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