08.04.2021

Öffnungskommission ein „wichtiges Signal“

In der Wirtschaftskammer begrüßt man die geplante Öffnungskommission und die Einbindung von Sozialpartnern und Branchenvertretern. Die sei "der Garant für eine erfolgreiche Öffnung", betont Hotellerie-Obfrau Susanne Kraus-Winkler.

Nun gehe es darum, die Zeit zu nutzen, um in dieser Öffnungskommission die Bedingungen für die Wiedereröffnung der Hotellerie endgültig festzulegen, erklärt Susanne Kraus-Winkler: „Wir erwarten, dass man mit uns gemeinsam jene Maßnahmen und Vorgaben bekannt macht, unter denen wir öffnen werden können. Jetzt planen, was planbar ist, lautet das Motto, denn der lange Lockdown macht ein Wiedereröffnung für die Betriebe organisatorisch immer schwieriger.“

Eine rasche Entspannung der Infektionszahlen ist die Voraussetzung für ein Öffnungsdatum. Je früher sicher geöffnet werden kann, desto besser vor allem für jene Betriebe, die auf einen starken Inlandstourismus bauen können. Für all jene – und damit den Großteil der österreichischen Hotellerie –, die vor allem auch auf den ausländischen Gast setzen, wird es bis Ende Mai aufgrund der Einreisebeschränkungen ohnehin schwierig, zeigt sich Kraus-Winkler überzeugt: „Eine Öffnung zum ehest möglichen Zeitpunkt ist für Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber wohl auch für unsere Gäste sehr erstrebenswert. Dafür müssen dann auch die Einreisebestimmungen evaluiert und angepasst werden.“

Es braucht langfristige Maßnahmen

Nachdenklich zeigt sich die oberste Branchensprecherin, wenn es um die Resilienz der Branche geht: „So sehr wir eine baldige Öffnung herbeisehnen, damit alleine werden, nach nunmehr sechs durchgehenden Schließmonaten, viele die nächsten Monate und Jahre nicht überstehen. Der lange Lockdown zehrt nicht nur an den psychischen, sondern auch enorm an den finanziellen Reserven unserer Unternehmer, so diese noch vorhanden sind.“

Maßnahmen wie die vor Kurzem verkündete Verlängerung des Ausfallbonus seien enorm wichtig für die Branche. Darüber hinaus braucht es nun auch eine rasche Umsetzung von langfristigen Stabilisierungsmaßnahmen, um die stark gestiegene Fremdkapitalbelastung der Branche zu bereinigen und das Eigenkapital zu stärken. „Wir haben konkrete Vorschläge, wie etwa die Verlängerung der Laufzeit von Überbrückungskrediten, die Verschiebung des Rückzahlungsstarts oder auch die Ablöse dieser kurzfristigen Überbrückungshilfen zur Finanzentlastung der Unternehmen ausgearbeitet. Die Finanzmaßnahmen sollten sobald als möglich umgesetzt werden, damit unsere Betriebe auch in den nächsten Jahren erfolgreich weiterwirtschaften und investieren können“, unterstreicht Kraus-Winkler.

(Red)

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