10.09.2020

ÖHV fordert Schadenersatz für Hotels bei unbegründeter Quarantäne

Kommen Behörden für Kosten durch Fehlentscheide nicht auf, sinkt das Vertrauen in die Tests, warnt ÖHV-Präsidentin Reitterer.

Um das sicherste Urlaubsland der Welt zu sein, wie es von der Regierung immer wieder hieß, wurden flächendeckende Covid-19-Tests initialisiert, zuletzt auch für Gastrobetriebe. Doch damit die Tests angenommen werden, braucht es Vertrauen, die derzeit aber untergraben werde, so ÖHV-Präsidentin Reitterer: „Gar nicht so sehr, weil ein kleiner Teil der Tests falsch positiv ist. Sondern dadurch, dass die Behörden Entscheide auf Basis erwiesenermaßen falscher Tests nicht ganz rasch korrigieren. Ein falsches Testergebnis darf in einem Rechtsstaat nicht Grundlage für Behördenentscheide sein. Wir dürfen gesunde Menschen nicht in Quarantäne schicken.“

Die öffentliche Hand müsse für die Konsequenzen falscher Behördenentscheide einstehen, so Reitterer: „Kein Betrieb darf auf den Kosten einer Entscheidung sitzenbleiben, die aufgrund falscher Tests zustande kommt.“ Nach monatelangen Einnahmenausfällen könnten sich gerade KMU keine Schließtage leisten. Die Kostenübernahme für Behördenentscheide müsse in einem Rechtsstaat eine Selbstverständlichkeit sein, wünscht sich Reitterer ein rasches Umdenken: „Es wäre auch eine Investition ins Vertrauen der Arbeitgeber in der Hotellerie und Gastronomie. Da steht gerade sehr viel auf dem Spiel.“

 

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