13.01.2020

ÖHV-Kongress und die Inszenierung der österreichischen Hotellerie

Das Motto "Das Hotel als Bühne" wurde für den Auftakt im Bregenzer Festspielhaus ausgiebig zelebriert. Die Botschaften von Politik und den Betrieben waren optimistisch, der Austausch untereinander funktioniert, einige Aufgaben müssen nun angepackt werden.

Vorarlberg zeigt sich von seiner besten touristischen Seite, Bregenz ist stolzer Gastgeber für rund 600 Gäste des ÖHV-Kongresses. Im Festspielhaus wird die imposante Bühne dafür genützt, politische, wirtschaftliche und betriebliche Botschaften ganz nach dem Kongressmotto zu inszenieren. 

Der anwesenden und rechtzeitig neu angelobten Tourismusministerin Elisabeth Köstinger wurden Rosen gestreut, hat man doch in enger Zusammenarbeit das Regierungsprogramm nicht nur fortgesetzt sondern auch auf noch nie da gewesene sieben Seiten erweitert. Köstinger verteitigt in ihrer Rede auch den Mut zum Kompromiss und auch die Übernahme der Breitbandagenden, denn genau hier wäre anzusetzen, um auf den „Güterwegen des 21.Jahrhunderts“ in die Zukunft zu investieren. 

Politikberater Thomas Hofer erklärt in seiner Rede die Unterschiede zwischen Lobbying und Bestechung sehr einfach und verständlich: Lobbying ist, mehr zu tun, als man von Ihnen erwartet, eine spannende Parallele zur Hotellerie. Er spricht von der Entwicklung zu einer Emokratie, durch die Zunahme von Emotion in der Politik. Außerdem bricht er eine Lanze für mediale Bildung, in die unbedingt investiert werden muss.  

In der folgenden Podiumsdiskussion bewiesen die Verbandsvorsitzenden von Österreich, Bayern, Südtirol und der Schweiz, dass sie viele Themen einen, dennoch Herangehensweise und vor allem die politischen Rahmenbedingungen oft unterschiedlich sind. Der Fachkräftemangel und die Digitalisierung einer durchwegs kleinteilig strukturierten Hospitality-Branche waren zentrale Themen der Diskussion, Südtirol beneidet Österreich um eine Tourismusministerin, Österreich hingegen findet den Entbürokratisierungsbeauftragten Bayerns erstrebenswert. 

Im Anschluss teilt sich der Vorhang und auf und hinter der beeindruckenden Bühne des Festspielhauses entstand ein Dinnerareal der inszenierten Sonderklasse. 

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