23.07.2020

ÖHV ruft um Hilfe für die Stadthotellerie

Das massive Minus bei den Juni-Nächtigungen in Wien zeigt erneut die Wichtigkeit für maßgeschneiderte Hilfen für die Stadthotellerie.

„Knapp neun von zehn Nächtigungen sind weggefallen und die Umsätze rasseln in den Keller. Da brennt nicht nur der Hut, der ganze Kopf steht in Flammen“, resümiert Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die aktuelle Lage in Wien. Die Hotels der Hauptstadt zählten im Juni 190.000 Übernachtungen, ein sattes Minus von 88% gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. (Stammgast.Online berichtete) Die Lage in Wien ist dabei aber keine Ausnahme, sondern exemplarisch für die Hotels in den Ballungszentren des Landes, erklärt Reitterer: „Die Häuser in den Städten, die offen haben, sind großteils leer. Mit einer dramatischen Verbesserung ist in den nächsten Monaten nicht zu rechnen. Hier braucht es maßgeschneidertes Hilfspaket, sonst schaut es düster aus.“

Wichtig: Verlängerung bei Kurzarbeit und Fixkostenzuschüsse
Konkret fordert die Branchenvertreterin eine Verlängerung bei der Kurzarbeit bis mindestens Mitte 2021 und den Fixkostenzuschüssen. Letzteres ist laut Reitterer infolge der hohen Miet- und Pachtzahlungen in den Städten besonders wichtig. „Die Auswirkungen der Krise werden uns noch lange begleiten. Je schneller maßgeschneiderte Hilfen bei den Betrieben ankommen, desto mehr Arbeitsplätze werden gerettet. Und das ist es, was im Endeffekt zählt.“

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Mediadaten