07.01.2020

Österreich auf Platz sieben bei "mächtigsten" Reisepässen

185 Länder kann man mit einem österreichischen Reispass besuchen, ohne vorher ein Visum zu beantragen. Angeführt wird das von der internationalen Beratungsfirma Henley jährlich erstellte Ranking erneut von asiatischen Ländern, allen voran Japan.

Der Henley Passport Index reiht alle Reisepässe weltweit gemessen an der Anzahl von Zielen, die ihre Inhaber ohne vorher beantragtes Visum besuchen können. Mit einer Punktzahl von 191, die für 191 Länder mit Visumsfreiheit/Visum bei Ankunft steht, hat sich Japan zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz gesichert, gab das Unternehmen unter Berufung auf Daten der Internationalen Luftfahrtgesellschaft (IATA) am Dienstag bekannt. Singapur belegt Platz zwei mit einer Punktzahl von 190, während Südkorea mit Zugang zu 189 Destinationen auf den dritten Platz abgerutscht ist, den es sich mit Deutschland teilt.

Mit Österreich auf Platz sieben landeten Irland, die Niederlande, Portugal und die Schweiz. Die USA und Großbritannien setzten ihren Abstieg fort. Zwar konnten sich beide Länder mit Rang acht in den Top Ten halten, 2015 hatten sie aber noch gemeinsam Platz eins belegt.

Finnland und Italien landeten auf dem vierten Rang mit einer Punktzahl von 188, während Dänemark, Luxemburg und Spanien den fünften Platz mit der Punktzahl 187 hielten. Beständig aufgestiegen sind in den vergangenen zehn Jahren die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) - um ganze 47 Plätze auf nunmehr Platz 18 mit einer Punktzahl von 171 für Visumsfreiheit/Visum bei Ankunft. Afghanistan stellt mit einem entsprechenden Zugang zu 26 Ländern weiterhin das Schlusslicht der Tabelle dar.

Madeleine Sumption, Director des Migration Observatory an der Universität Oxford, wurde mit den Worten zitiert: "Die Zukunft der Mobilität zwischen Großbritannien und der EU bleibt ungewiss. Die neu gewählte konservative Regierung hat ein Punktesystem nach australischem Vorbild versprochen, das in Bezug auf Nicht-EU-Bürger zwar liberaler als die aktuellen Richtlinien, aber dennoch viel restriktiver als Freizügigkeit wäre." Die EU-Nettomigration in das Vereinigte Königreich sei vor dem Hintergrund des Brexit zwischen 2015 und 2018 um 59 Prozent gesunken, merkte sie an.

(APA/Red)

 

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