20.10.2021

Österreichischer Sekt wird zu "Sekt Austria"

Nach einem Jahr Pause zeigte der große Besucherzuspruch bei der Österreichischen Sektgala, wie attraktiv österreichischer Sekt ist. Neu ist nicht nur die Sektbotschafterin, sondern auch, dass Österreichischer Sekt im Rahmen der Qualitätspyramide zu „Sekt Austria“ wird.

Im Vorfeld der Sektgala präsentierte Herbert Jagersberger, Vorsitzender des Österreichischen Sektkomitees, mit „Sekt Austria“ die neue Bezeichnung für österreichischen Sekt. Die dafür nötige Verordnung liegt der Regierung zur Begutachtung vor, bis zur Umsetzung sollte es noch ein paar Monate dauern. Ziel ist es, österreichischen Sekt noch klarer zu positionieren und verständlicher zu machen, dass damit die 100-prozentig österreichische Herkunft (Trauben aus Österreich und ebenda versektet) sowie die geprüfte Qualität durch eine eigene Verkosterkommission garantiert wird. Die Bezeichnungen der einzelnen Stufen der Sekt-Qualitätspyramide werden dann „Sekt Austria“, „Sekt Austria Reserve“ und „Sekt Austria Große Reserve“ lauten.

„Rosé“ und „Trocken“ legen zu, Sekt ist Exportkaiser

Positive Nachrichten gab es hinsichtlich Marktentwicklung, den Einschränkungen rund um den Lockdown zum Trotz. Die Winzer und Sektexperten haben es geschafft, trotz der schwierigen Umstände Begehlichkeiten zu schaffen. So berichtete Herbert Jagersberger, dass der Absatz von österreichischem Sekt im ersten Halbjahr ein Plus von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete. Der Umsatz stieg ebenfalls, schlägt aufgrund des Falls der Schaumweinsteuer mit plus 15,9 Prozent allerdings etwas weniger markant zu Buche. In Sachen Geschmacksrichtung führt „Trocken“ mit gut 50 Prozent die Beliebtheitsskala an, gefolgt von „Extra Trocken“ (19,8 Prozent) und „Brut“ mit 14 Prozent. Auch die Kategorie Rosé wurde in diesem Ranking abgefragt und erreichte demnach einen Marktanteil von 19,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet Rosé-Sekt zumindest im Handel eine Steigerung von 46,9 Prozent und die Geschmacksrichtung Trocken über plus 23 Prozent. 

Wie hervorragend österreichischer Sekt schmeckt, betonte auch der scheidende Sektbotschafter Herbert Prohaska. Der konnte im Corona-Jahr laut Eigenaussage zwar „nicht viel tun, aber mein Name hat gereicht, österreichischen Sekt um 26 Prozent nach oben zu bringen“, scherzte der Fußball- und Fernsehstar. Sein Zepter übergab er an die Schauspielerin Kristina Sprenger, die sich über die Ehre sehr freute. „Das Prickeln im Leben – für mich steht österreichischer Sekt für Qualität, Leidenschaft und Genuss! Eine schöne, neue Aufgabe und eine sehr angenehme!“, so Sprenger.

Chris Yorke, Chef des Österreich Wein Marketing, betonte in seinen Ausführungen die vielfältigen Genussmöglichkeiten von Sekt, welche den Konsumenten und Gästen in der Gastronomie noch näherzubringen seien: „Wer zu Sekt aus Österreich greift, erhält höchste Qualität zu einem Preis-Genuss-Verhältnis, das wahrscheinlich Weltspitze ist!“ Generell sieht Chris Yorke in den Weinkarten der Gastronomie noch einiges an Potenzial für Spitzensekte aus heimischer Produktion. Dass österreichischer Sekt in der obersten Liga weltweit spielt, belegen auch die sehr erfreulichen Exportzahlen aus dem ersten Halbjahr 2021: „Insgesamt ist der Exportwert unserer Weine im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 um 25 Prozent gestiegen – und österreichischer Sekt konnte sogar um 45 Prozent zulegen.“ Die Voraussetzungen für einen sehr guten Jahrgang 2021 sind ebenfalls gelegt, Michael Malat, Winzer, Sekthersteller und Mitglied des Sektkomitees, berichtet von der Ernte von „einer hervorragenden Qualität und sehr guten Menge“. 

Tiefgründig, facettenreich und höchst kulinarisch 

Bei der Sektgala selbst stellten 29 Sekthersteller ihre exzellenten prickelnden Schätze zur Verkostung parat,, vier Köche der Jeunes Restaurateurs luden zur Schlacht um die beste Speisen-Sekt-Partnerschaft ein, zehn „AMA GENUSS REGION“-Betriebe offerierten feine kulinarische Spezialitäten als Sekt-Begleiter und Coravin präsentierte sein marktfrisches Coravin Sparkling. 

Welch exzellenter Speisenbegleiter österreichischer Sekt ist und darin auch Unterhaltungswert haben kann, zeigte das Kulinarische Sekt-Battle mit vier Köchen der Jeunes Restaurateurs. Diese hatten die Aufgabe, ein Gericht zu kreieren und dazu einen Sekt auszuwählen, welchen sie als idealen Partner dazu erachteten.

So ging Sören Herzig vom Restaurant Herzig in Wien mit seiner Interpretation von Carbonara mit einem Schlumberger Sekt g.U. Niederösterreich Reserve 2017 an den Start, aus Niederösterreich reichte Michael Kolm vom Restaurant Bärenhof einen mediterran inspirierten Feuerfleck zu Malat, Brut Nature Reserve 2011, aus dem Burgenland war Jürgen Csencsits vom Gasthaus Csencsits vor Ort und servierte Bio-Steinschaf-Brennnesselspinat-Schaffrischkäse zu Szigeti Burgenland g.U. Reserve Cuvée Prestige Brut 2018, und aus der Steiermark beteiligte sich Markus Rath vom Restaurant Schlosskeller mit Gebackener Grammelknödel, istrischer Trüffel, Kraut und Estragon mit Harkamp Brut Reserve NV an dem Wettkampf um das größte Glück am Gaumen der Gäste.

Am Ende konnte sich Sören Herzig vom Restaurant Herzig über die meisten Harmoniepunkte für seine Kombination freuen.

Der 22. Oktober ist der offizielle Tag des österreichischen Sekts. Diesen begehen die Hersteller bereits am Wochenende davor mit individuellen Programmen in ihren Kellern und Betrieben. Nähere Informationen unter: www.oesterreichsekt.at/de/tag-des-oesterreichischen-sekts.html

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