18.07.2019

Österreichs Reisebüros stemmen sich gegen den Trend

Der neue Obmann des Fachverbandes der Reisebüros, Gregor Kadanka, erklärt die Stärken des Reisebüros, die für den Aufschwung ausschlaggebend sind.

Seit dem Frühjahr 2019 ist Gregor Kadanka, Geschäftsführer von Mondial, auch Fachgruppenobmann der Reisebüros in der Wirtschaftskammer. In seiner Funktion weist er auf die überdurchschnittliche Veränderung bei den heimischen Reisebüros hin: 

In Österreich nimmt nämlich die Zahl der Reisebüros nicht ab, wie in vielen Ländern Europas, sondern sogar zu. Ein Wachstum von 3 Prozent von 2008 (2.583 Reisebüros) bis 2018 (2.658 Reisebüros) ist hier zu verzeichnen. 

Gute Versorgung mit Reisebüros in Österreich

Österreich weist darüber hinaus eine hohe Reisebürodichte auf, hierzulande kommt (Stand 2016) ein Reisebüro auf 3.300 Einwohner, in der Schweiz, wo der Markt von wenigen großen Playern bestimmt wird, kommt ein Reisebüro schon auf 4.000 Einwohner, in Italien auf 5.000 in Deutschland sogar schon 8.000, In Frankreich oder Großbritannien sind es über 10.000 Einwohner für ein Reisebüro. 

„In vergangenen 10 Jahren sind mehr als 70 Airlines in Europa Pleite gegangen“, erklärt Kadanka, der sich eine Gleichstellung der Verpflichtungen von Airlines und Reisebüros, bzw. Reiseveranstaltern wünscht. Auch das Thema, dass die zahlreichen unübersichtlichen Regelungen zu Sitzplatzreservierungen, Handgepäck, Check-in-Gebühren etc. zunehmen, bringen in Österreich immer mehr Gäste in die Reisebüros.  

Zwei Trends sieht Kadanka, wodurch er sich auch den Zuwachs an Reisebüros erklärt, der übrigens noch nicht abgeschlossen ist, wie er betont: 

Spätestens, wenn Gäste mit der Familie buchen, ist Sicherheit und Planbarkeit der Reise wichtig, auch werden kompliziertere und fernere Reisen immer lieber wieder im Reisebüro gebucht. 

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