14.03.2019

Passagierrekord für AUA, aber weniger Gewinn

So viele Menschen wie noch nie zuvor flogen 2018 mit Österreichs Flag-Carrier. Dennoch ging der Adjusted EBIT aufgrund er härter werdenden Konkurrenz und den hohen Treibstoffpreisen um 11 Prozent zurück.

Die Fluglinie beförderte im vergangenen Geschäftsjahr 13,9 Millionen Passagiere, ein Plus von acht Prozent. Mit 83 Flugzeugen wurden 150.963 Flüge absolviert, das sind durchschnittlich 414 Flüge am Tag. Die Regelmäßigkeit hat 98,0 Prozent betragen, die Ankunftspünktlichkeit lag bei 77,2 Prozent. Der Umsatz ist auf 2,2 Milliarden Euro (+ 5 Prozent) gestiegen, der Adjusted EBIT auf 83 Millionen Euro gesunken (- 11 Prozent).

CFO Wolfgang Jani dazu: „Wir freuen uns über den erneuten Passagierrekord. Trotz zunehmender Billig-Konkurrenz entscheiden sich immer mehr Menschen, mit Austrian Airlines zu fliegen. Ergebnisseitig spüren wir jedoch gleichzeitig den Wettbewerb. Außerdem belasten uns die hohen Treibstoffpreise.“ Die „Tankrechnung“ ist mit rund 20 Prozent eine der größten Positionen auf der Aufwandsseite. Zuletzt sind die Treibstoffkosten um 16 Prozent auf 442 Millionen Euro gestiegen

Verdichtungen auf der Langstrecke, Aufstockungen auf der Mittelstrecke

Streckenseitig kann Austrian Airlines eine gute Bilanz ihrer Langstrecken-Entscheidung ziehen: Nicht gut funktionierende Fernziele wie Colombo, Havanna oder Hongkong wurden eingestellt und bestehende Nordamerika-Verbindungen verdichtet. „Diese Strategie dürfte aufgehen, die Vorausbuchungen für den Sommer 2019 schauen sehr gut aus“, unterstreicht der Austrian-Chef. Ab Ende März bzw. Ende April wird außerdem wieder Tokio an das Austrian Netz angebunden und die kanadische Stadt Montreal neu angeflogen.

Mit schwächerem Jahr wird gerechnet

Für 2019 erwartet Austrian Airlines aufgrund des starken Low Cost-Wettbewerbs am Flughafen Wien und der anstehenden Investitionen in Flugzeuge, Digitalisierung der Arbeitsplätze sowie Produktinvestitionen ein herausforderndes Jahr.

CEO Alexis von Hoensbroech: „Die vorgestellte Strategie #DriveTo25 wird uns den Ergebnisschub für die notwendige Investitionsfähigkeit bringen. Die Strategie sieht gleichzeitig Restrukturierungsmaßnahmen und Investitionen vor. Dazu kommt der verschärfte Wettbewerb in Wien. Wir rechnen daher mit einem schwächeren Jahr 2019.“ 

Wie im Jänner angekündigt, plant Austrian Airlines ihre Mittelstreckenflotte bis 2021 um zehn Flugzeuge aufzurüsten und dafür über 200 Millionen Euro zu investieren. In Summe wird das Angebot in Wien dadurch um über zehn Prozent ausgebaut. Gleichzeitig wird Austrian Airlines ihre Turboprop-Maschinen früher als geplant ausflotten.

 

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