16.02.2021

Per Zimmer-Auktion zur Auslastung

Das Wiener Start-up das „Midnightdeal“ will mit sogenannter Gamification Leerstände in Österreichs Beherbergungsbetrieben ausgleichen.

Das Modell soll Hoteliers dabei unterstützen, unmittelbar zur Wiedereröffnung nach dem Lockdown Zimmer zu vermieten. Die Plattform Midnightdeal bietet Hotelzimmer zum Wunschpreis. Das heißt, Nutzer entscheiden, ob sie den günstigen Sofortpreis wählen oder einen individuellen Wunschpreis für die Hotelbuchung als Gebot per Schieberegler abgeben. Wie bei einer Auktion bekommen die besten Gebote zu Mitternacht den Zuschlag. Die Buchungspreise sind geheim, nur der Buchende und das Hotel selbst wissen Bescheid. Dabei sparen Kunden im Durchschnitt über 35 Prozent im Vergleich zu den herkömmlichen Online-Portalen. Auf diese spielerische Weise konnte Midnightdeal schon nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 innerhalb weniger Tage tausende Hotelzimmer füllen.

Ihr Hotel zum Wunschpreis ersteigern sich Nutzer vor allem last-minute: Unter der Woche gibt es den Zuschlag für das Zimmer und am Wochenende wird gereist. “Unsere Plattform ist agil und mit dem Gamification-Ansatz nicht nur auf ein sofortiges Reisebedürfnis ausgerichtet, sondern regt auch dazu an, mitzuspielen und sich den persönlichen Sonderpreis zu sichern”, so Lukas Zirker, CEO und Gründer von Midnightdeal.

Start-up-David gegen den Corona-Goliath

Hotels können kostenfrei ihre Angebote auf Midnightdeal online stellen, das Start-up verzichtet zusätzlich auf die Hotelprovision in den nächsten Monaten. Ein spezieller Fokus der Unterstützung von Midnightdeal liegt auf kleineren, familiengeführten Hotels aus Österreich, die in den vergangenen Monaten besonders hart betroffen waren. Hotelbesitzer können sich auf www.business.midnightdeal.com für das Hilfspaket anmelden.

Das Reise Start-up mit Hauptsitz am Wiener Rathausplatz ergatterte sogar im Pandemie-Jahr 2020 ein sechsstelliges Investment und konnte damit expandieren. Zirker zeigt sich in dieser schwierigen Zeit optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass wir spätestens im Mai 2021 wieder Vorkrisenniveau erreichen und planen, unsere Umsätze in diesem Jahr zu verdreifachen."
     

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